Angst

Für alle Einstellungen, die einfach mal "raus" müssen - egal ob Ängste, Sorgen oder überschäumendes Glück: Schreit es heraus!
(Kommentare sind hier nicht erwünscht)

Moderator: Momabo

Antworten
Benutzeravatar
AnnSophie
Moderator
Moderator
Beiträge: 1796
Registriert: Freitag 27. April 2012, 19:57
Wohnort: badisch-elsässisches Grenzgebiet

Angst

Beitrag von AnnSophie » Samstag 27. April 2013, 18:41

Ich hab einfach so viel, so unendlich viel Angst! Sagt das Kind in mir.

Angst jenseits der Worte.
Uralte Angst.
Angst zu sterben.
Angst zu leben.
Angst mich zu zeigen.
Angst ich selbst zu sein.
Angst nicht geliebt zu werden.
Angst mich fallen zu lassen.
Angst zu vertrauen.

Wie soll ich da jemals durchkommen?

Dass ich meine Ängste habe, aber nicht sie mich. Sie mich nicht mehr bewusst, unbewusst bestimmen?

Ist das endlos? Werd ich jemals frei sein?
Kaum scheint das eine durchgestanden, geatmet, schiebt sich schon die nächste Angst wieder nach vorn.

Und dann wird bei der Arbeit noch von den neuen Chefs Angst gesät, vom Oberboss Stalin als guter Stratege gelobt. OP am offenen Herzen. Wie da arbeiten und sein?

Ich fühle mich wie ein Fähnchen im Wind, doch wie eine Feder auf dem Wasser hilflos, machtlos ausgeliefert.

Ich kann mir erzählen, die Sonne scheint hinter den Wolken und doch ist für diesen ängstlichen, schwachen Teil in mir nur ein fernes, schönes Bild ohne jede Relevanz.

Manchmal hilft das weinen, atmen, Finger od. 14 halten, umarmen. Und wenn nicht, wenn doch die Angst größer ist?

Die 2 Herzen in meiner Brust, der starke, optimistische und der schwache, ängstliche Teil – heute fordert der Schwache seinen Platz.

Wer wird am Ende die Oberhand bekommen? Die Angst oder das Vertrauen? Ich weiss es nicht.
Ich liebe, also bin und werde ich.
in Erinnerung an Réné Descartes

Benutzeravatar
Mimosa
Member
Member
Beiträge: 54
Registriert: Sonntag 3. Juli 2011, 20:42
Wohnort: Stuttgart

Re: Angst

Beitrag von Mimosa » Samstag 27. April 2013, 21:18

Liebe AnnSophie,

ich schicke dir eine große wärmende, tröstende, liebevolle Umarmung - fühl dich in und mit deiner Angst umarmt und gehalten. : 26

Mir selbst hilft es in diesen uralten Ängsten, diese Angst anzunehmen, den schwachen Teil dasein zu lassen, und dieses angstvolle Kind liebevoll in den Arm zu nehmen und anzunehmen, es spüren zu lassen: Du bist nicht mehr allein, nicht mehr hilflos, Du darfst so sein wie du bist ... und so auch die Angst selbst in den Arm zu nehmen. Und Ausatmen und Erden.

Manchmal springt mir dann auch die Wut zur Hilfe (die das Kind nicht ausdrücken konnte/durfte) - für mich eine sehr hilfreiche und stärkende Energie in der Angst - Kampfesmut statt Flucht oder Angststarre - so lernt das Kind mehr und mehr, dass da heute eine starke Mutter ist, die für sie kämpft und sie beschützt.

Mitfühlende und an dich denkende Grüße : 26

Ulrike :zeigefinger:
"Euer Körper ist die Harfe eurer Seele, und es ist an euch, süße Musik aus ihm zu entlocken oder wirre Töne."
(Khalil Gibran)

Benutzeravatar
*gnomi*
Profi Member
Profi Member
Beiträge: 297
Registriert: Samstag 21. Mai 2011, 06:42
Wohnort: Kleinstadt mit Kehrwoche ;)

Re: Angst

Beitrag von *gnomi* » Sonntag 28. April 2013, 06:48

Liebe AnnSophie,

Danke für deine offnenen, berührenden Worte zur Angst.
Ich finde mich da im Moment in vielem wieder, auch ich habe, diesmal ausgelöst durch die körperliche Schwäche und meine Atemprobleme, ganz viel Angst.
Vor dem Leben. Vor dem Sterben.

Wer die Oberhand behalten wird, Angst oder Vertrauen -
Ich glaube, das sind zwei Pole, die immer beide in uns sein werden. Wir können sicherlich viel für mehr Vertrauen tun.
(Da war neulich hier eine schöne Geschichte: der Wolf, den du fütterst wird groß und stark. Oder so ähnlich.)
Aber auch die schwache, ängstliche Seite wird immer mal wieder ihren Platz einfordern, sie gehört einfach zu unserem Menschsein dazu. Will geliebt und angenommen werden. Und kann dabei ganzschön rabiat werden. Sich auch erstmal gegen die Umarmung wehren. Trotzig. Wütend. Abweisend. Wie ein Kind eben.
Ich versuche, drauf zu vertrauen, dass auch dieses "Kind" irgendwann kommt und sich trösten lässt.
Geduld zu haben.

Liebe Grüße und eine große : 26
gnomi
All your beliefs, they're just that. They're nothing. They're how you were taught and raised. That doesn't make 'em real.
Bill Hicks

Mandala
Profi Member
Profi Member
Beiträge: 496
Registriert: Montag 12. April 2010, 21:51

Re: Angst

Beitrag von Mandala » Sonntag 28. April 2013, 10:47

oioioi - liebe AnnSophie!

Kann so gut nachempfinden und nachvollziehen was Du beschreibst - diese Zustande stellen sich nach meiner Erfahrung ein, wenn die ollen Schichten aufgeweicht, abgelöst aber noch nicht ganz aufgelöst und deshalb auch noch nicht so ganz gelöst sind oder gar verschwunden sind...

Vertrauen haben zu sollen, brauchen müssen - auch aus der eignen Idee, Anspruch kreiert - erscheint dann so manchesmal wie ein vom Verstand ans Gefühl hallender Appell. Das Wissen um den Weg dahin, ist vielleicht nur noch nicht entdeckt. Da braucht es weder Geröll noch Gestrüpp oder sonstige Hindernisse.

Mir erscheint es ist diese Form von Angst eine urururalte - die gehört eventuell tatsächlich nicht zu Dir - nutz aber auch nichts, denn Du hast sie und Du willst sie überwinden...
Mir fällt in dem Zusammenhang meine Angst als Kind ein.

Es wirkt wie die Auftrag an ein Kind durch Erwachsene: geh mal - los - genug drinnengeblieben - auf jetzt, ab mit dir und raus an die frische Luft, in den Garten - dies, wo das Kind genau weiss, um in den Garten nach draussen gelangen zu können, muss es erst mal durchs Haus, die gefürchtete "Treppe runter - durch einen zunächst dunklen Keller (denn es hat einfach noch immer mehr Angst vorm Dunkel im Keller, als von der bereits erfahrenen Kenntniss, dass es ja weiss dass es dort gar keine Gespenster gibt. Als Erwachsene sagt der Verstand - schau, ein Lichtschalter links angebracht, leicht tastbar und er funktioniert doch immer. Die GEwissheit reicht auch noch nicht, denn: es weiss genau, ohne es ins Wort geben zu können, um nach draussen zu gelangen, muss es vorher auch noch zwei Türen öffnen (die können knarzen und nicht sofort auffliegen oder die Befürchtung ist sie fliegen auf und genauso schnell wieder zu) und dann wird es auch noch den schweren Schlüssel vielleicht umzudrehen haben, es hätte die Klinke zu drücken, bevor es und da denkt es noch nicht dran wie es ist sich anfühlte sein wird, endlich wieder "AaaaHHHH atmen" zu können. Alles in Allem ein Riesenberg an Herausforderungen - vergisst vor Panik, dass Oma immer freundlich und gelassen blieb derweil sagte - ruhig, ruhig - langsam, immer nur eines nach dem anderen, so wie man die Klösse ist... Eile mit Weile und dann wirds schon.

So entsteht das klassische Dilemma: Alles findet im selben Moment statt - und die zermürbende Frage ist - zu Hiiiiilllffffeeee wie um alles in der Welt ist es möglich dies zu Entscheiden...?

Es geht mit nur einer Angelegenheit - einem Ziel, einem Projekt und nur einem Fädchen. Wichtig auch die Frage vorher sich zu stellen:

Will ich - oder will ich nicht?
Kann ich - oder kann ich nicht?
Wenn ja - auf geht's ans nächste Projekt und dann gibt es passende sanfte Schritte

Mag sein es kommt ein neiiiin (das auch noch so schlottern darf, wie es bei Dir vielleicht gerade dran ist) - auch das ist in Ordnung!

Hin und wieder braucht es nämlich aus meiner Sicht "Päusleins" damit sich das bereits Geschaffte zunächst erstmal nutzbar und abrufbar für die ureigene Erfahrung (aha, so ist also... hmm es darf gerade auch mal so sein wie es ist... es passiert nichts was nicht sein darf....) sich im eignen System konsolidieren und speichern kann.

Dann hilft die Unterstützung und Anbindung an den höheren Plan, der manchmal so schwer zu erkennen ist, wie ein Türgriff wenn wir zu nah und dicht vor einer Türe stehen - es geht dann nur noch einem Impuls folgend, wenn er sich dann einstellt, wann immer dies geschieht...

Vielleicht vermag Dir das Geschriebene Dir oder auch anderen zu helfen, Dich an die Hand zu nehmen und Dir die Zeit zu erlauben, die Du brauchst um zu verändern...

Gutes Gelingen - beruhigende Grüße ("wo ist eigentlich der liebevolle Kopfstreichelsmiley"...?)

Mandala

Mandala
Profi Member
Profi Member
Beiträge: 496
Registriert: Montag 12. April 2010, 21:51

Re: Angst

Beitrag von Mandala » Sonntag 28. April 2013, 11:35

AnnSophie hat geschrieben:Ich hab einfach so viel, so unendlich viel Angst! Sagt das Kind in mir.
Du siehst an den Beiträgen jeder der ehrlich zu sich ist, kennt diese Gegebenheiten oder stösst früher oder später auf diese Zustände...

Angst jenseits der Worte. ...das sind Angst... :zeigefinger:
Uralte Angst....ein Klotz... :daumen:
Angst zu sterben. :| alles stagniert...
Angst zu leben. alles mal eben zuviel : 13
Angst mich zu zeigen. :oops: : 15 :menschauch: :kleinerfinger:
Angst ich selbst zu sein. :weissefahne:
Angst nicht geliebt zu werden. :dance:
Angst mich fallen zu lassen. : 17
Angst zu vertrauen. :humpeln:

Wie soll ich da jemals durchkommen? wähle vielleicht auch mal eine schonende Variante ein langsameres Werkzeug
- meine Empfehlung: :daumen: :zeigefinger: :kleinerfinger: :daumen: :zeigefinger: :mittelfinger: :ringfinger: :kleinerfinger:
Dass ich meine Ängste habe, aber nicht sie mich. Sie mich nicht mehr bewusst, unbewusst bestimmen? mir erscheint beobachtend, sie werden Dir schon immer klarer und deutlicher... sei lieb mit Dir - :daumen: :ringfinger:

Ist das endlos? Werd ich jemals frei sein? ja Du wirst und Du kannst - wenn Du willst... allerdings nicht auf einmal nicht alles sofort und direkt. Es wandelt sich - dafür stehen wir im Leben... doch sei getröstet im richtigen Moment kommt immer der richtige Beistand - Du wirst immer schneller und feiner dies spüren - und wenns mal nicht so geht wie Du es Dir wünschst, lernst Du es mit dem selben Gleichmut hinzunehmen als neue Lernaufgabe, die Du annehmen oder ablehnen kannst oder eben auch mal aufschieben darfst...
Kaum scheint das eine durchgestanden, geatmet, schiebt sich schon die nächste Angst wieder nach vorn. das ist nur eine alte Horde, die um Aufmerksamkeit schreit - Du wirst zum Dompteur :mrgreen: im Laufe der Zeit des kennenlernens... :baeh: und dann plärren und buhlen die auch nicht mehr so sehr... oder verziehen sich von selber bzw. verschwinden.

Und dann wird bei der Arbeit noch von den neuen Chefs Angst gesät, vom Oberboss Stalin als guter Stratege gelobt. OP am offenen Herzen. Wie da arbeiten und sein? *tieeeef seufz*- bleib stur bei Deinem Weg... vielleicht tröstet es Dich, dass mir ein wirklich psychoerfahrender Unternehmensberater, Coach und Heilwissender es ansprach und erklärte.
Die Essenz drauss teil ich Dir jetzt so mit: um in eine solche Position überhaupt erst zu gelangen zu können und sich als "Oberbestimmer" aufzuschwingen, müssen schon viele "Neu-Rosen" ziemlich schräg und wild gewachsen sein. Die Strategie Angst zu sähen, ist eine bescheuerte bis perfide hilflose und mächtig wie armselig, erbarmungswürdige. Segne ihn wenn Du kannst, lass ihm Dir SELBSTbewusst, seine Illusion der Vergangenheit - Du bist Du, er hat vielleicht ja erst noch zu lernen, dass es Menschen gibt, die anders sozialisiert sind und sich nicht beugen oder brechen lassen. Deine höhere Instanz ist nicht Geld, noch Macht, noch sonstwas und deshalb ist Dein allmächtiger Schöpfer und Gott halt eben auch kein firmeninterner Finanz- oder Zielvereinbarungsplan. Deshalb musst Du nicht diesem Ziel als Lebensinhalt und Erfüllungsersatz folgen, sondern einem höheren der weitaus mehr Reichtum beinhaltet - bleib bei Dir, nehm Dich an die Hand - es tut gut na ja ...und halt Deine Zeigefinger, 17 und Handmitten, doch das weisst Du ja selber


Ich fühle mich wie ein Fähnchen im Wind, doch wie eine Feder auf dem Wasser hilflos, machtlos ausgeliefert. sei Deine Autorität - er ist seine - Du gehst in die Firma, um Geld zu verdienen, nicht um sein Ego zu supportieren

Ich kann mir erzählen, die Sonne scheint hinter den Wolken und doch ist für diesen ängstlichen, schwachen Teil in mir nur ein fernes, schönes Bild ohne jede Relevanz. *ggg* Du sollst nicht lügen - auch kein falsches Zeugnis gegen Dich geben...!Spass beiseite - der Wolkenschieber ist bereits im Anmarsch oder im Anzug - vielleicht ergeben sich ja Situationen und Gelegenheiten, die Du jetzt noch gar nicht kennst...?

Manchmal hilft das weinen, atmen, Finger od. 14 halten, umarmen. Und wenn nicht, wenn doch die Angst größer ist? zulassen, annehmen, anerkennen, loben und verabschieden wenn sie nicht mehr gebraucht wird und solange als ehemaligen oder noch immer nützlichen SChutz in Kauf nehmen.

Die 2 Herzen in meiner Brust, der starke, optimistische und der schwache, ängstliche Teil – heute fordert der Schwache seinen Platz. Das darf doch sein - hast am Wochenende hoffentlich frei und Zeit mit Deinen Lieben - zudem sei beruhigt - Doppelherz bedeutet ja auch doppelte Kraft ...

Wer wird am Ende die Oberhand bekommen? Die Angst oder das Vertrauen? Ich weiss es nicht. Du Herz - Du weisst es doch genau - genau jene für die Du Dich entscheidest
- manchmal muss man aber auch erstmal einen Tee trinken und abwarten, weil Gras auch nicht wächst nur weil man dran zieht

: 26 keep cool - wird nichts so heiss gegessen wie es gekocht wird!
Und wer weiss - vielleicht ist es heute schon wieder ein klitzekleines bischen anders... ich hoff ich hab Dich nicht "umgeschrieben" und durfte Dir so offen schreiben...

Herzlicht grüßt Dich liebe AnnSophie, die Deinen, sowie Jene, die solche Angst ebenfalls kennen, zulassen und sich damit auseinandersetzen mögen - Mandala

wendepunkt
Member
Member
Beiträge: 60
Registriert: Freitag 16. Dezember 2011, 08:57
Wohnort: Vorarlberg

Re: Angst

Beitrag von wendepunkt » Montag 29. April 2013, 09:21

Liebe AnnSophie,
danke für dein Thema "Angst", dass auch mich stark betrifft.
Es hilft mir sehr, hier zu lesen, wie du offen mit diesem Thema umgehst, ich dachte lange, lange Zeit, dass nur ICH ein großes "Projekt" damit habe.

Liebe Mandala,
danke auch dir für deine aufbauende Antwort. Ab und zu gerate ich in den Sog der "Angst", aber ich habe für mich festgestellt, dass ich - wo ich früher lange darin stecken geblieben bin - jetzt schneller herausfinde.

Ich bin weiterhin eine eifrige Leserin im Forum, auch wenn ich mich (noch) nicht so oft zu Wort melde.

Danke an Alle die so offen über Ihr Inneres schreiben und mir und anderen? damit weiterhelfen.
Einen schönen Tag und lg
Wendepunkt

Benutzeravatar
Momabo
Moderator
Moderator
Beiträge: 3271
Registriert: Mittwoch 19. Dezember 2007, 20:37
Wohnort: Allgäu
Kontaktdaten:

Re: Angst

Beitrag von Momabo » Montag 29. April 2013, 11:38

Hallo Ihrs :D
hm, ich habe seit zwei Wochen das innere Bedürfnis zum kollektiven Zeigefinger strömen aufzufordern, wenn ich diesen thread lese, weiß ich warum... es ist ziemlich verbreitet diese Emotion, alles verändert sich, schneller als man mitkommt, nichts ist mehr so wie es war und was wird kommen? Keiner weiß es...

Also, wer Lust hat, darf jeden Tag, so zwischen 16 und 20 Uhr mitmachen beim Zeigefinger strömen, Blasen oder Nierenstrom machen oder was immer euch sonst noch dazu einfällt. Es gäbe ja auch noch ein paar ES die gegen Angst helfen...

gut ström und glg Mona : 26
Herr, gebe mir Gelassenheit, Dinge anzunehmen, die ich nicht ändern kann,
gebe mir den Mut, die Dinge zu ändern die ich ändern kann und
die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
- Reinhold Niebuhr -
www.jsj-praxis-mit-herz.de

wendepunkt
Member
Member
Beiträge: 60
Registriert: Freitag 16. Dezember 2011, 08:57
Wohnort: Vorarlberg

Re: Angst

Beitrag von wendepunkt » Montag 29. April 2013, 12:51

Hallo Mona,
ich bin dabei und ströme mir den :zeigefinger: !
lg Wendepunkt

Benutzeravatar
Holzperle
Senior Member
Senior Member
Beiträge: 235
Registriert: Montag 26. November 2012, 07:46
Wohnort: München

Re: Angst

Beitrag von Holzperle » Dienstag 7. Mai 2013, 15:55

Hallo ich bin sehr froh über dieses Thema Angst hier gestoplert zu sein.
Ist es doch mein Thema ...genau wie Du AnnSophie...leide ich sehr unter den vielen Ängsten.

Und dann diese Angst und Panik vor lauter Angst das Leben nicht mehr zu schaffen.
Aber ich glaube auch das es Geduld braucht mit sich...das sich die Schichten lösen können....
Bei mir sind es glaube ich alte Kindheitsängste...die mich heute noch beuteln und mich klein halten und ich dann ängstlich bin wie ein kleines Kind.

Ich versuche mich dann ganz bewußt in die Realität zu holen und mir bewußt zu machen das es vorbei ist.

Es braucht Selbstliebe und viel Vertrauen und Geduld! Das ist mein Übungsprozeß.
Und dankbar sein ..für die vielen kleinen Geschenke...eine leckere Tasse Capuccino, einen Parkplatz, das Blütenmeer im Mai und und und...
Also wie ihr seht ich bin auf dem Weg ..Liebe Grüße und danke für das Thema eure Holzperle
Segne alles....bis Du lächelst

Benutzeravatar
AnnSophie
Moderator
Moderator
Beiträge: 1796
Registriert: Freitag 27. April 2012, 19:57
Wohnort: badisch-elsässisches Grenzgebiet

Re: Angst

Beitrag von AnnSophie » Sonntag 19. Mai 2013, 22:36

Ihr Lieben,
dank Euch allen für Eure Rückmeldungen, Eure Unterstützung und Hilfe. Hat mir auf meinem Weg in der letzten Wochen sehr gut getan. Auch wenn es eine ganze Zeit gedauert hat bis ich mich zurückmelden konnte.
Es tut sooo gut zu spüren, dass man nicht allein ist, andere die gleichen oder ähnliche Ängste haben. Das macht es einfach sich selbst in seinem Schwachsein zu umarmen, anzunehmen, über Kopf und Rücken zu streicheln. : 26

Es ist was es ist und was heute ist, ist morgen nicht mehr. So hat sich die Angst und mein Wille im Laufe der Wochen gewandelt und ich bin mir selbst mal wieder ein ganzes Kapitel näher gekommen.

@ Ulrike,
dank Dir! Ja ich kenn es auch wie die Wut einen machmal aus dem Labyrinth der Angst wie einen Weg zeigt und wieder auf den Boden stellt.

@ Gnomi,
Du hast so Recht! Ja dies schwache Kind, das hat bei mir ganz laut angeklopft in den letzten Wochen – verletzt, verzweifelt, lebensmüde und trotzig.

@Mandala,
oioioi Du hast mir eine ganze Wagenladung geschenkt zum mich selbst (wieder) zu erkennen und auch zum reinwachsen.

Letztendlich ist für mich verschiedenes „hängengeblieben“
„Will ich - oder will ich nicht?“
Zu dem Zeitpunkt als ich den Text geschrieben hatte, wollte mein Kind tendenziell nicht. Verschiedenes kam zusammen, dass mein Kind dank der Kraft Eurer Antworten, des Strömens und manches mehr... die Tage dann zum ersten mal sagte: Ja, eigentlich will ich ja schon gern leben. Ich weiss zwar noch nicht.... Das war so ein großer Sieg für den ich unendlich dankbar bin.

Noch was zu unserem neuen Direktor und seiner Negativmotivation... Ja vielleicht sollte ich ihn segnen, bis jetzt wünsch ich mir, dass er möglichst bald weg ist - geht.
Zuvor hatten wir echt gute Chefs, die haben Vertrauen gesät und es war für mich wirklich heilsam mit ihnen zu arbeiten und es hat Spaß gemacht – den beiden sende ich nochmal ein großes Danke hinterher.

Das Fähnchen im Wind bin ich manchmal im Hinblick auf meine Angst – nicht im Hinblick auf meinen neuen Oberchef, das lass ich bei ihm. Meine Antwort ist noch nicht fertig, hat aber viel mit dem Jimi Hendrix aus deinem Video zu tun: Wenn die Macht der Liebe, die Liebe der Macht überwindet, wird die Welt Frieden kennen.

Danke für das Bild des Doppelherzen, das trägt.
Das ist für mich auch mit dem Video von Dir verbunden.
Und letztendlich erscheint der tiefere Puls der Angst vielleicht wie ein Basston unser Leben mit zu strukturieren. Vielleicht muss einfach der Dampf, der übertriebenen Angst abgelassen werden.

@Wendepunkt,
Danke für Dein Mit-im-Boot-sein.

@Mona,
danke für die Angst-Ström-Idee! Hat bis hier her sehr viel Gutes getan. Z.B. das mein Kind inzwischen zumindest manchmal leben will... langsam wächst das Vertrauen, eine kleine zärtliche Pflanze.

@Holzperle,
„Und dann diese Angst und Panik vor lauter Angst das Leben nicht mehr zu schaffen.
Aber ich glaube auch das es Geduld braucht mit sich...das sich die Schichten lösen können....
Bei mir sind es glaube ich alte Kindheitsängste...die mich heute noch beuteln und mich klein halten und ich dann ängstlich bin wie ein kleines Kind.“

Wie gut kenn ich das, ja das „Ich bin genug.“ der Gegenzauber, das Urfeuer der 6. T das „ich bin“ wächst langsam und doch Schritt für Schritt und füllt, nährt und heilt uns. Und wie Du, nehm ich dabei auch die Tausend kleinen Wunder des Lebens wahr und lasse mich durch sie heilen.

@Sanara,
danke für dein Bild mit dem ausbalancieren der Angst (wenn auch im anderen Thread)

Das erinnert mich an einen Traum, wo sich mein Kind-Ich an meinem im Wasser liegenden Mutter-Ich ausbalanciert hat und sich dadurch langsam beruhigt hat und schwimmen konnte.


Angst und Liebe
unser Leben braucht beide Töne
und ihr Zusammenklang macht uns zum Menschen.

Wie findet der dissonante vermindert-übermäßige Akkord eine harmonische Auflösung?

Immer wieder neu.

In jedem Atemzug eine Chance.


Danke,
: 26
AnnSophie
Ich liebe, also bin und werde ich.
in Erinnerung an Réné Descartes

Benutzeravatar
gekala
Profi Member
Profi Member
Beiträge: 436
Registriert: Dienstag 19. Mai 2009, 21:41

Re: Angst

Beitrag von gekala » Donnerstag 23. Mai 2013, 11:55

Ach Ihr lieben alle,wie finde ich mich in der Angst wieder!
Jahrelang war ich Angstfrei seit dem Tod meiner Mutter holt sie mich wieder ein.
Bei mir ist es inzwischen die Angst vor der Angst die mir zu schaffen macht.
Das geht morgens los,selbst wenn ich mich gut fühle ist es als ob da etwas lauert na kommt dieses Gefühl wieder ? Prompt ist es dann da.
Damit kann ich mal mehr und mal weniger gut umgehen.
Das Annehmen ist ganz schön schwierig,sehe aber keinen anderen Weg.
Strömen ,Akzeptieren ,Aushalten die Angst mitnehmen in der Hoffnung irgendwann wirds schon wieder verschwinden.
Ich bin viel in der Natur mit meinem Hund unterwegs,neuerdings trainiere
ich wieder auf dem Hundeplatz und beobachte sein verhalten und das verhalten der anderen Hunde .Das lenkt ab und erfordert meine Aufmerksamkeit und Konzentration..
Ich kann das alles so gut nachempfinden.
Vielleicht schaffen wir es gemeinsam.
Zugegeben bin ich manchmal schon arg verzweifelt und schwach,
dann wieder Mutig und Stark.
Ja das von einer Wolfsfrau (Leitwölfin zu hören) wird Euch hoffentlich nicht erschrecken.
Wir hatten einen Vorfall im Wolfsgehege mit der Rangniedrigsten Yakima,
da sie sehr zurückhaltend war hatte ich sie nicht so wahrgenommen.
Sie wurde von der Leitwölfin Akela schwer verletzt.Es gibt ein Foto von ihr
da hatte ich das Gefühl sie blickt mir bis auf den Grund meiner Seele.
Zu sehen unter Wisentgehege Springe Wolfstagebuch
oder Wolfsliebe Matthias Vogelsang ,dort gibt es einen Film über die Wölfe
.Ich schreibe das deshalb weil man viel von ihnen lernen kann
Auch die Ängste betreffend.Mir weisen sie den Weg.
Bin ich unter ihnen im Gehege ist meine Angst weg und bleiben es ersteinmal
für eine Zeit.
LG.Gekala

Benutzeravatar
Holzperle
Senior Member
Senior Member
Beiträge: 235
Registriert: Montag 26. November 2012, 07:46
Wohnort: München

Re: Angst

Beitrag von Holzperle » Freitag 24. Mai 2013, 12:26

Liebe gekala, ja vielleicht fühlst Du Dich deshalb so zu den Wölfen hin gezogen, weil sie Dir oder uns den Weg weisen.

Sie denken nicht an morgen , sie grübeln nicht....und wenn sie sie Angst haben, dann bewerten sie sie nicht....sie leben nur im Jetzt und das macht sie stark.

Klar sie haben nicht den Verstand wie wir....aber gerade das bricht doch uns , die wir Angst haben oft den Rücken...wir denken es hört nie auf , wo soll es bloß enden.....
Ich denke es heißt zu lernen...zu vertrauen...in uns ins Leben.
Das es schon gut gehen wird und wenn mal wieder so eine verdammte Angstphase kommt....dann wird sie auch wieder gehen oder sogar bestimmte Kräfte in uns freisetzten.

Geh nur so oft wie möglich zu deinen Wölfen....das tut Dir gut.
Liebe Grüße Holzperle
Segne alles....bis Du lächelst

Benutzeravatar
AnnSophie
Moderator
Moderator
Beiträge: 1796
Registriert: Freitag 27. April 2012, 19:57
Wohnort: badisch-elsässisches Grenzgebiet

Re: Angst

Beitrag von AnnSophie » Montag 27. Mai 2013, 09:05

gekala hat geschrieben: Zugegeben bin ich manchmal schon arg verzweifelt und schwach,
dann wieder Mutig und Stark.
Ja das von einer Wolfsfrau (Leitwölfin zu hören) wird Euch hoffentlich nicht erschrecken.
Liebe Gekala,

das erschreckt mich keines wegs, dass auch Du als Leitwölfin manchmal mit Angst, verzweifelt und schwach unterwegs bist, ganz im Gegenteil, das zeigt mir eher, dass Du nah bei Dir, ehrlich bist und erhöht deshalb meinen Respekt.

Dass nach dem Tod eines Elternteils Ängste (wieder) zu nehmen, ist verständlich, da die Eltern einem ja doch grundsätzlich Sicherheit geben und sehr viel mit unserer Verwurzelung und unserer Strukturierung im Leben zu tun haben und wenn sie dann nicht mehr körperlich da sind, verändert das viel im System.

Ja die Angst vor der Angst, unser Kopfkino kann uns schon ganz schön viel vormachen, und uns versklaven. Da hilft alles, was uns ins hier und jetzt und in den Körper holt, erdet. In der Natur sein bzw. Tiere sind wunderbare "Erder".

Wir sind beides stark und schwach, schwach und stark.
Die Angst atmen, annehmen, sein lassen und schon haben wir zwar Angst, aber sie hat uns nicht mehr und sie wird irgendwie leichter und durchlässiger. Eigentlich ganz einfach und klar und doch immer wieder herausfordernd und eine Aufgabe, zurückzufinden in das Vertrauen, den Atem, in das SEIN.

In meinem ersten 5TK hat Cristina den Vermittler mit "AND" betitelt, UND - sowohl als auch, wenn wir es seinlassen geschieht es mühelos.

Ich wollt nach dem Bild mit dem Blick in die Seele schauen, hab's aber leider nicht gefunden. Hatte das mal bei einem Menschen, das Gefühl, dass der Blick bis auf meinen Seelengrund ging - ein kurzer Moment mit einem langanhaltenden, tiefen Echo.

Viel Spaß, Freude, Kraft mit und von den Tieren.

AnnSophie.
Ich liebe, also bin und werde ich.
in Erinnerung an Réné Descartes

Antworten