mein gestriges Strömerlebnis, das ich mit Euch teilen möchte, vielleicht durch Susis Beitrag noch aktueller.
Ich habe ja immer wieder hier geschrieben, wie beim Strömen und auch dann und wann in mir Sätze hochkamen wie "Ich will nicht leben, ich will nicht sein."
Ich hab seit 2 Jahren versucht mich und das Kind in mir in der Verzweiflung anzunehmen und es als mehr oder weniger alte Pakete/Gefühle angesehen, die halt wahrgenommen, beatmet und dann auch gehen wollten.
Teilweise habe ich mich aber auch sehr gewundert, wie groß in mir das Nein zum Leben und die Verzweiflung ist.... unter dem Motto, hört das denn nie auf? War das wirklich so heftig? Ist das endlos? Und mich sehr sehr hilflos und ausgeliefert gefühlt, fast ohnmächtig gegenüber dem vermeintlichen Meer des Leids/der Verzweiflung in mir.
Gestern morgen beim Milzstrom kam da noch mal ein richtig ordentliches Paket an Verzweiflung hoch.
Erst gestern Mittag hab ich mit einer etwas älteren Freundin geredet. Unter dem Motto, wie lange dauert das?? Und sie 20 Jahre oder so... manchmal geht's auch nicht so schnell.
Und gestern abend beim Nabelstrom (mit einem Vortrag von Robert Betz garniert), kam plötzlich der Satz: "Es war so schlimm, Mama! So unsagbar schlimm!"
Mit ganz tiefen Schluchzen/Weinen. Vergangenheitsform! Nun auch in der inneren Sprache - zum allerersten Mal.
Es war schlimm, aber jetzt ist es das NICHT mehr. Bin in Sicherheit. Jetzt können die alten Wunden heilen (auch die aus den anderen Leben).
Hab gemerkt wie sich die Verkrampfung im Zwerchfellbereich / Oberbauch etwas verändert hat/ ein großer Kloß gelöst hat und alles viel weicher ist/wenn es auch immer noch 2 Brocken im gibt und die 14/23 ganz viel Liebe mag. Auch die linke 21 entkommen aus geistiger Gefangenschaft und tiefe Sicherheit schwingt mit/will bedacht/gehalten sein.
Ich bin dankbar und glücklich, auch für die gute Begleitung und Unterstützung, die ich hier durch Euch immer wieder gefunden habe. Wie die eine oder der andere mir immer wieder die Hand gereicht hat und beim nächsten großen oder kleinen Schritt geholfen hat. Danke auch Sanara, für deine Worte in den letzten Tagen: "Wir finden unseren Weg!" Und dann gleich so dolle...
Ich bin mir bewusst wie groß der innere Weg gewesen sein muss, vom jahrzehntlangen nicht sein dürfen, über das langsame hadernde, angstvolle zulassen, über das vorsichtige (be)atmen, das darf einfachen auch ein Teil sein zum das war.
Ich bin und lebe.
AnnSophie.


