Re: Anfängerfragen
Verfasst: 6. Oktober 2013, 12:24
liebe Jeanne
ich hab gestern lang drüber nachgedacht, was Du be/geschrieben hast.
Und ich glaub, dass das vielen von uns irgendwann mal oder immer wieder mal ähnlich gegangen ist. Darum sind Deine Fragen wichtig und keineswegs vollständig und abschießend beantwortet.
Ich vermute, dass Deine Sorgen auch damit zusammenhängen, dass Dein Erster Zugang über das Buch von Ingrid Schlieske gelaufen ist. Dieses Buch hab ich mir damals auch gekauft, weil es aus meiner damaligen Sicht umfangreicher und weitergehender war, als das was ich an Büchern und Unterlagen bis dahin hatte. Bilder, Organströme, Beispiele und jede Menge Symptome. Aber ich fürchte, dass Ingrids Darstellungen, so sehr sie für mich in einer bestimmten Phase erhellend waren, doch zu einer ganz problematischen, symptomorientieren und mechanistischen Einstellung führt. Hier ein Symptom ein Jucken, ein Schmerz, ein Etikett – da ein Punkt ein Griff zum Abstellen, vielleicht auch ein Organstom. Es kann schon sein und ist vermutlich auch gar nicht zu verhindern, dass auch das wirkt (funktioniert), aber es ist nach meiner Erfahrung nicht das Wesen und der Kern den Jin Shin.
Wenn einem Waltrauds Buch, eine Ström-Erfahrung oder die Inhalte der Kurse als erstes begegnen, hat man eine größere Chance die Tiefe und den unglaublichen Zauber des Jin Shin zu fühlen. Dann kann man eher fühlen, dass man bei der Zuneigung zu sich selbst und zu anderen, beim Berühren an bestimmten Stellen des großen und allumfassenden Stromes der alle Tiefen und Schichten unseres Wesens bis in die kleinsten Zellen durchfließt eigentlich wenig bis nichts „falsch“ machen kann. Und in einem großen Kreislauf auch das entfernteste Einwirken irgendwann an der richtigen Stelle ankommt.
Ich musste schmunzeln bei Deiner Frage „Warum dann mehrere Griffe, wenn auch "nur" der Finger geht?“. Bei meinem beruflichen Hintergrund hätte ich eine solche „Verschwendung“ früher auch sehr kritisch gesehen. Aber wenn das Halten von Fingern und Zehen, bestimmter Stellen am Körper oder ganze Folgen von bestimmten Stellen am Körper eben alle gleichzeitig auf diesen großen Strom wirken, dann können wir sie alle nutzen. Bei einer Maschine sollte es für einen bestimmten Vorgang nur eine Signalübertragung geben alles andere wäre Verschwendung von Drähten. Bei uns Lebewesen ist das großzügiger eingerichtet.
Gern möchte ich noch ein Plädoyer für die „Arbeit“ mit den Fingern anschließen, die uns einen wunderbaren Zugang ermöglichen, ständig und vor allem unauffällig zur Verfügung stehen: Ein „nur“ haben sie jedenfalls nicht verdient. Aber das würde jetzt etwas zu weit gehen.
Mach Dir auf jeden Fall keinen Kopf über Richtig und Falsch, oder der Frage ob Du das kannst oder nicht, sondern lass Dich von dem unglaublichen Zauber gefangen nehmen. Versuch vielleicht mal ob Du einen Kurs mitmachen kannst um in den direkt fühlbaren Austausch mit anderen zu kommen.
ich hab gestern lang drüber nachgedacht, was Du be/geschrieben hast.
Und ich glaub, dass das vielen von uns irgendwann mal oder immer wieder mal ähnlich gegangen ist. Darum sind Deine Fragen wichtig und keineswegs vollständig und abschießend beantwortet.
Ich vermute, dass Deine Sorgen auch damit zusammenhängen, dass Dein Erster Zugang über das Buch von Ingrid Schlieske gelaufen ist. Dieses Buch hab ich mir damals auch gekauft, weil es aus meiner damaligen Sicht umfangreicher und weitergehender war, als das was ich an Büchern und Unterlagen bis dahin hatte. Bilder, Organströme, Beispiele und jede Menge Symptome. Aber ich fürchte, dass Ingrids Darstellungen, so sehr sie für mich in einer bestimmten Phase erhellend waren, doch zu einer ganz problematischen, symptomorientieren und mechanistischen Einstellung führt. Hier ein Symptom ein Jucken, ein Schmerz, ein Etikett – da ein Punkt ein Griff zum Abstellen, vielleicht auch ein Organstom. Es kann schon sein und ist vermutlich auch gar nicht zu verhindern, dass auch das wirkt (funktioniert), aber es ist nach meiner Erfahrung nicht das Wesen und der Kern den Jin Shin.
Wenn einem Waltrauds Buch, eine Ström-Erfahrung oder die Inhalte der Kurse als erstes begegnen, hat man eine größere Chance die Tiefe und den unglaublichen Zauber des Jin Shin zu fühlen. Dann kann man eher fühlen, dass man bei der Zuneigung zu sich selbst und zu anderen, beim Berühren an bestimmten Stellen des großen und allumfassenden Stromes der alle Tiefen und Schichten unseres Wesens bis in die kleinsten Zellen durchfließt eigentlich wenig bis nichts „falsch“ machen kann. Und in einem großen Kreislauf auch das entfernteste Einwirken irgendwann an der richtigen Stelle ankommt.
Ich musste schmunzeln bei Deiner Frage „Warum dann mehrere Griffe, wenn auch "nur" der Finger geht?“. Bei meinem beruflichen Hintergrund hätte ich eine solche „Verschwendung“ früher auch sehr kritisch gesehen. Aber wenn das Halten von Fingern und Zehen, bestimmter Stellen am Körper oder ganze Folgen von bestimmten Stellen am Körper eben alle gleichzeitig auf diesen großen Strom wirken, dann können wir sie alle nutzen. Bei einer Maschine sollte es für einen bestimmten Vorgang nur eine Signalübertragung geben alles andere wäre Verschwendung von Drähten. Bei uns Lebewesen ist das großzügiger eingerichtet.
Gern möchte ich noch ein Plädoyer für die „Arbeit“ mit den Fingern anschließen, die uns einen wunderbaren Zugang ermöglichen, ständig und vor allem unauffällig zur Verfügung stehen: Ein „nur“ haben sie jedenfalls nicht verdient. Aber das würde jetzt etwas zu weit gehen.
Mach Dir auf jeden Fall keinen Kopf über Richtig und Falsch, oder der Frage ob Du das kannst oder nicht, sondern lass Dich von dem unglaublichen Zauber gefangen nehmen. Versuch vielleicht mal ob Du einen Kurs mitmachen kannst um in den direkt fühlbaren Austausch mit anderen zu kommen.