Einen ganz herzlichen Dank !!!
Verfasst: 6. Mai 2021, 16:45
.
Dankbarkeit
Mona hat hier mit der Ansage einer „Zusammenfassung“, „sachlichen Darstellung“ und „Einstieg in die Diskussion“ einige Sammlungen von Aussagen und Behauptungen eingestellt, von denen ich glaube, dass nach etwas Recherche und Mühe in der Analyse, der Erarbeitung und Formulierung einer Antwort nicht mehr viel übrig bleibt. Ich möchte mich vorweg – unter dem Thema Dankbarkeit passt das ja gut – auch bei allen, die hier seit Ende letzter Woche sich die Mühe gemacht haben, in die notwendige Kontroverse einzusteigen und zu antworten, ganz herzlich bedanken.
Ich selbst will das im Moment nicht tun. Nicht weil ich es mir nicht zutrauen würde, sondern weil ich noch mit mir streite, ob es viel Sinn hat, mit jemandem zu diskutieren, der solche Dinge verbreitet, mit einem derart negativen und destruktiven Grundtenor, mir aber vor ein paar Wochen bei der Aussage, dass ich beim Finger- und Zehenstrom zuerst an Finger und Zehen denke, eine dieser „Respekt-Vermisst-Wimpelchen“ von die Nase hält.
Ich will daher mal was anderes versuchen und etwas anderes darstellen: Meine Dankbarkeit
Ich wollt eigentlich schon länger mal darüber schreiben, weil ich meine, dass dieser Gedanke, man könnte dankbar sein, weil ein Heer von Leuten einen unglaublichen Job machen und sich anstrengen, uns durch diese Pandemie zu bekommen, angesichts des Krakeelens eines winzigen Teils der Öffentlichkeit, viel zu kurz kommt.
Mir kam dieses Gefühl seit Fastnachtssonntag, dem 23. Februar 2020, als ich in den Mittagsnachrichten im Radio hörte, es gebe in Italien jetzt doch mehr „mit dem neuartigen chinesischen Virus“ Infizierte als angenommen, über die ganze Zeit der Pandemie immer wieder.
Überwältigend war für mich die Erfahrung der Impfung. Bei uns in Baden-Württemberg war es so, dass es ab dem 19.04.2021 auch für die Prioritätsgruppe 3 der ab 60 jährigen und zusätzlich genannter Risikogruppen angeboten wurde, Impftermine auszumachen. Ich hab mich an diesem Tag um 6.30 an den Rechner gesetzt und hatte 6:45 einen ersten Termin am 24.04, allerdings etwas weiter entfernt, weil die Impfzentren in der Nähe alle belegt waren. Nachdem ich zuvor ein paar Wochen lang den „Impfmonitor“ verfolgt hatte und bei der gegebenen Zunahme der Impfstofflieferungen hochgerechnet hatte, hab ich erst mit einem Termin im Mai aber nicht mit einem so frühen Termin gerechnet. Im Moment haben wir so viel Impfstoff, dass wir in Deutschland diese Woche wahrscheinlich mehr als 5 Millionen Menschen impfen können.
Wenn man sich so ein Impfzentrum anschaut, von denen es bei uns viele gibt und sich diese Zahl der Geimpften jeden Tag vorstellt, wenn einem darüber hinaus klar ist, dass diese Impfzentren, so wie sie aufgebaut und eingerichtet sind, auch noch eine viel größere Zahl von Menschen impfen könnten, wenn man erfahren kann, mit welcher Freundlichkeit eine Unzahl von Leuten, von den Parkplatzeinweisern über die dort eingesetzten Soldaten bis zum medizinischen Personal sich dort für uns engagiert, ist das schon eine Erfahrung, die mich ehrfürchtig macht. Und auch wenn Anne Will jeden Sonntag die Verlierer der Woche kürt, weil diese Leute Dinge, die wir alle vorher auch nicht wussten im letzten Jahr, im letzten Lockdown oder letzte Woche falsch gemacht hatten, oder wenn Herr Plasberg – das ist der Mensch, der die Attitüde verbreitet, er würde die Politik mit der Wirklichkeit konfrontieren, wenn dieser Mensch meint, dass der Vorsitzende unserer Impfkommission ihm für den Ernst der Lage doch irgendwie zu entspannt erscheint, habe ich ganz im Gegensatz dazu das Gefühl, dass ein Heer von Leuten in diesem Land ihre Arbeit machen; ihre Arbeit gut machen. Und dafür bin ich unendlich dankbar.
Ich habe seit Anfang der Pandemie verstärkt das Gefühl in einem guten Land zu leben – allen aus meiner Sicht völlig irrelevanten Flickenteppichklagen zum Trotz. Ich könnte sogar noch weiter gehen, ich glaube ich hab mich in meinem Leben angesichts der Katastrophe, die da auf uns zugerollt ist, noch nie so sicher und aufgehoben gefühlt, wie durch die Entscheidungen und die Arbeit unserer Politik und Verwaltung.
Ich bin dankbar dafür, mit welcher Ernsthaftigkeit die erste Welle gestoppt wurde, mit welcher Eindringlichkeit den Leuten Verhaltensregeln nahe gebracht wurden; Verhaltensregeln wie das Abstandhalten und Maskentragen, Reduzierung der Kontakte und damit Gefährdungen für jeden einzelnen von uns; Verhaltensregeln die uns die Erleichterung brachten, dass wir das nicht ständig selbst gegenüber unverständigen Leuten durchsetzen mussten. Es gab am Anfang haufenweise Leute denen das Maskentragen unangenehm war und die einem „Ach ich muss nur mal kurz an den Reis“ und „Nun haben Sie sich doch nicht so“ auf die Pelle gerückt sind, oder die das Maskentragen für eine Weicheieraktion hielten (so wie die harten Männer in den USA). Das alles ist, wie ich meine, unglaublich gut gelaufen.
Was mich auch immer wieder gefreut hat und worüber ich ebenfalls dankbar bin ist, was für eine Masse von Leuten sich von sich aus vorsichtig und vernünftig verhalten haben, sich gegenseitig geholfen haben und nach anderen geschaut haben.
Über die Leute, die sich für die Gesundheitsämter und die Teststationen gemeldet haben, die sich darum gekümmert haben die besonders Gefährdeten zu schützen, wäre noch zu reden und über die ganzen Leute, die uns in Rekordzeit mehrere Impfstoffe entwickelt haben und einsatzbereit gemacht haben und dafür unglaublich schnell und intensiv gearbeitet haben, dass wir heute etwas Verantwortbares zum Impfen haben.
Jetzt sieht es so aus, als ob wir das schlimmste bald hinter uns haben. Mich beruhigt, weil ich ein erhöhtes Risiko habe, der Gedanke, dass schon die erste Impfung mich vermutlich vor einen schlimmen Verlauf bewahren kann, so wie ich Ihn in der Nachbarschaft und im Freundeskreis erlebt habe (bei Leuten übrigens, die auch ein Immunsystem hatten) und so wie man es täglich in der Zeitung lesen kann. Wobei vielleicht ein Blick über Deutschland hinaus, wo die Infektionszahlen, die Zahl der Verstorbenen und die Zahl derer die voraussichtlich langfristig an den Folgen leiden werde, den Eindruck noch verstärkt, dass wir in einem unglaublichen Land leben.
Ich freu mich drauf, wenn bald alles vorbei ist, oder die Gefahr nicht mehr so groß ist. Ich freu mich drauf meine Enkelkinder wieder zweimal in der Woche bei mir zu haben und wieder mit meiner großen Familie oder anderen Leuten zusammenzukommen ohne an den verdammten Virus denken zu müssen. Und dafür bin ich unglaublich dankbar, den ganzen Leuten die dafür gearbeitet haben, und uns ein aus meiner Sicht erträgliches Alltagsleben in der Pandemie ermöglicht haben.
Dankbarkeit
Mona hat hier mit der Ansage einer „Zusammenfassung“, „sachlichen Darstellung“ und „Einstieg in die Diskussion“ einige Sammlungen von Aussagen und Behauptungen eingestellt, von denen ich glaube, dass nach etwas Recherche und Mühe in der Analyse, der Erarbeitung und Formulierung einer Antwort nicht mehr viel übrig bleibt. Ich möchte mich vorweg – unter dem Thema Dankbarkeit passt das ja gut – auch bei allen, die hier seit Ende letzter Woche sich die Mühe gemacht haben, in die notwendige Kontroverse einzusteigen und zu antworten, ganz herzlich bedanken.
Ich selbst will das im Moment nicht tun. Nicht weil ich es mir nicht zutrauen würde, sondern weil ich noch mit mir streite, ob es viel Sinn hat, mit jemandem zu diskutieren, der solche Dinge verbreitet, mit einem derart negativen und destruktiven Grundtenor, mir aber vor ein paar Wochen bei der Aussage, dass ich beim Finger- und Zehenstrom zuerst an Finger und Zehen denke, eine dieser „Respekt-Vermisst-Wimpelchen“ von die Nase hält.
Ich will daher mal was anderes versuchen und etwas anderes darstellen: Meine Dankbarkeit
Ich wollt eigentlich schon länger mal darüber schreiben, weil ich meine, dass dieser Gedanke, man könnte dankbar sein, weil ein Heer von Leuten einen unglaublichen Job machen und sich anstrengen, uns durch diese Pandemie zu bekommen, angesichts des Krakeelens eines winzigen Teils der Öffentlichkeit, viel zu kurz kommt.
Mir kam dieses Gefühl seit Fastnachtssonntag, dem 23. Februar 2020, als ich in den Mittagsnachrichten im Radio hörte, es gebe in Italien jetzt doch mehr „mit dem neuartigen chinesischen Virus“ Infizierte als angenommen, über die ganze Zeit der Pandemie immer wieder.
Überwältigend war für mich die Erfahrung der Impfung. Bei uns in Baden-Württemberg war es so, dass es ab dem 19.04.2021 auch für die Prioritätsgruppe 3 der ab 60 jährigen und zusätzlich genannter Risikogruppen angeboten wurde, Impftermine auszumachen. Ich hab mich an diesem Tag um 6.30 an den Rechner gesetzt und hatte 6:45 einen ersten Termin am 24.04, allerdings etwas weiter entfernt, weil die Impfzentren in der Nähe alle belegt waren. Nachdem ich zuvor ein paar Wochen lang den „Impfmonitor“ verfolgt hatte und bei der gegebenen Zunahme der Impfstofflieferungen hochgerechnet hatte, hab ich erst mit einem Termin im Mai aber nicht mit einem so frühen Termin gerechnet. Im Moment haben wir so viel Impfstoff, dass wir in Deutschland diese Woche wahrscheinlich mehr als 5 Millionen Menschen impfen können.
Wenn man sich so ein Impfzentrum anschaut, von denen es bei uns viele gibt und sich diese Zahl der Geimpften jeden Tag vorstellt, wenn einem darüber hinaus klar ist, dass diese Impfzentren, so wie sie aufgebaut und eingerichtet sind, auch noch eine viel größere Zahl von Menschen impfen könnten, wenn man erfahren kann, mit welcher Freundlichkeit eine Unzahl von Leuten, von den Parkplatzeinweisern über die dort eingesetzten Soldaten bis zum medizinischen Personal sich dort für uns engagiert, ist das schon eine Erfahrung, die mich ehrfürchtig macht. Und auch wenn Anne Will jeden Sonntag die Verlierer der Woche kürt, weil diese Leute Dinge, die wir alle vorher auch nicht wussten im letzten Jahr, im letzten Lockdown oder letzte Woche falsch gemacht hatten, oder wenn Herr Plasberg – das ist der Mensch, der die Attitüde verbreitet, er würde die Politik mit der Wirklichkeit konfrontieren, wenn dieser Mensch meint, dass der Vorsitzende unserer Impfkommission ihm für den Ernst der Lage doch irgendwie zu entspannt erscheint, habe ich ganz im Gegensatz dazu das Gefühl, dass ein Heer von Leuten in diesem Land ihre Arbeit machen; ihre Arbeit gut machen. Und dafür bin ich unendlich dankbar.
Ich habe seit Anfang der Pandemie verstärkt das Gefühl in einem guten Land zu leben – allen aus meiner Sicht völlig irrelevanten Flickenteppichklagen zum Trotz. Ich könnte sogar noch weiter gehen, ich glaube ich hab mich in meinem Leben angesichts der Katastrophe, die da auf uns zugerollt ist, noch nie so sicher und aufgehoben gefühlt, wie durch die Entscheidungen und die Arbeit unserer Politik und Verwaltung.
Ich bin dankbar dafür, mit welcher Ernsthaftigkeit die erste Welle gestoppt wurde, mit welcher Eindringlichkeit den Leuten Verhaltensregeln nahe gebracht wurden; Verhaltensregeln wie das Abstandhalten und Maskentragen, Reduzierung der Kontakte und damit Gefährdungen für jeden einzelnen von uns; Verhaltensregeln die uns die Erleichterung brachten, dass wir das nicht ständig selbst gegenüber unverständigen Leuten durchsetzen mussten. Es gab am Anfang haufenweise Leute denen das Maskentragen unangenehm war und die einem „Ach ich muss nur mal kurz an den Reis“ und „Nun haben Sie sich doch nicht so“ auf die Pelle gerückt sind, oder die das Maskentragen für eine Weicheieraktion hielten (so wie die harten Männer in den USA). Das alles ist, wie ich meine, unglaublich gut gelaufen.
Was mich auch immer wieder gefreut hat und worüber ich ebenfalls dankbar bin ist, was für eine Masse von Leuten sich von sich aus vorsichtig und vernünftig verhalten haben, sich gegenseitig geholfen haben und nach anderen geschaut haben.
Über die Leute, die sich für die Gesundheitsämter und die Teststationen gemeldet haben, die sich darum gekümmert haben die besonders Gefährdeten zu schützen, wäre noch zu reden und über die ganzen Leute, die uns in Rekordzeit mehrere Impfstoffe entwickelt haben und einsatzbereit gemacht haben und dafür unglaublich schnell und intensiv gearbeitet haben, dass wir heute etwas Verantwortbares zum Impfen haben.
Jetzt sieht es so aus, als ob wir das schlimmste bald hinter uns haben. Mich beruhigt, weil ich ein erhöhtes Risiko habe, der Gedanke, dass schon die erste Impfung mich vermutlich vor einen schlimmen Verlauf bewahren kann, so wie ich Ihn in der Nachbarschaft und im Freundeskreis erlebt habe (bei Leuten übrigens, die auch ein Immunsystem hatten) und so wie man es täglich in der Zeitung lesen kann. Wobei vielleicht ein Blick über Deutschland hinaus, wo die Infektionszahlen, die Zahl der Verstorbenen und die Zahl derer die voraussichtlich langfristig an den Folgen leiden werde, den Eindruck noch verstärkt, dass wir in einem unglaublichen Land leben.
Ich freu mich drauf, wenn bald alles vorbei ist, oder die Gefahr nicht mehr so groß ist. Ich freu mich drauf meine Enkelkinder wieder zweimal in der Woche bei mir zu haben und wieder mit meiner großen Familie oder anderen Leuten zusammenzukommen ohne an den verdammten Virus denken zu müssen. Und dafür bin ich unglaublich dankbar, den ganzen Leuten die dafür gearbeitet haben, und uns ein aus meiner Sicht erträgliches Alltagsleben in der Pandemie ermöglicht haben.