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psychische Schwere nach dem Essen

Verfasst: 11. Oktober 2024, 09:22
von Julchen
Hi zusammen,
ich habe eine etwas komische Frage. Vielleicht hat jemand von euch schon mal ähnliches gehört.
Ich habe immer wieder zu kämpfen mit depressiven Episoden die sich stundenweise oder 1-2 Tage ziehen. Ich komme einigermaßen damit klar aber seit Monaten fällt mir ein komischer Zusammenhang auf:
Ganz kurz nach dem Essen merke ich wie dieselbe Schwere kommt die mich in den depressiven Phasen umgibt.Da das immer recht schnell passiert nehme ich an dass es irgendwas mit dem Blutzucker zu tun hat. Hat jemand von euch eine Idee dazu oder wie ich das vermeiden kann? Kann ich präventiv strömen?

Dankeschön und viele Grüße aus dem schönen Schweden!

Re: psychische Schwere nach dem Essen

Verfasst: 11. Oktober 2024, 09:39
von Amélie
Liebe Julchen,
ich kenne das auch, dass die Nahrungsmittel, die ich zu mir nehme, auch Getränke, einen großen Einfluss auf meine Schwingungsfrequenz bzw. meine Befindlichkeit sprich meine Stimmung haben. Und auf meine Wachheit bzw. Müdigkeit.

Vielleicht wäre es eine Idee, zu beobachten und auch zu experimentieren, ob sich etwas verändert, wenn du an den Nahrungsmitteln, die du zu dir nimmst, etwas änderst, also was du isst und auch in welcher Menge. Und auch beobachtest, wieviel Zeit bspw. seit der vorangegangenen Mahlzeit vergangen ist.

Re: psychische Schwere nach dem Essen

Verfasst: 11. Oktober 2024, 10:13
von Mona56
Hallo Julchen, die Schwere nach dem Essen kenne ich auch, und ich denke, das ist normal, weil das Blut ja erst mal in den Bauch rattert, weil da die Verdauungsarbeit geleistet werden muss.

Ich habe mir angewöhnt, nach dem Mittagessen ein Schläfchen zu machen, das tut mir richtig gut, und danach bin ich wieder fit.

Manchmal raffe ich mich aber auch auf, und gehe gleich nach dem Essen spazieren - das ist noch besser! Meine Oma hat mir schon immer folgenden Satz vorgesagt: "Nach dem Essen sollst du ruh'n, besser tausend Schritte tun!"

Bei mir ist das eine Kreislaufgeschichte, und ich habe noch nie probiert, da etwas zu strömen. Aber spontan würde mir die 2 einfallen, die hilft bei mir immer gegen Schwere und Müdigkeit.

Re: psychische Schwere nach dem Essen

Verfasst: 11. Oktober 2024, 11:02
von Julchen
Danke für den Tipp Mona.
Bei mir ist es jedoch eher psychische Niedergeschlagenheit. Kaum habe ich das Essen beendet fühle ich diese "Last" die man bei Depressionen hat. Weißt du was ich meine?

Re: psychische Schwere nach dem Essen

Verfasst: 11. Oktober 2024, 12:47
von Mona56
Ja, ich kann mir gut vorstellen, was Du meinst.

Ich denke, da hat Amélie etwas Wichtiges geschrieben - ich kann nämlich auch bei mir beobachten, dass unterschiedliche Lebensmittel sich sehr unterschiedlich auf meine psychische und physische Verfassung auswirken.

Ich lebe seit 12 Jahren vegan, seither stresst mich - von der Stimmung her - kein Essen mehr. Aber vorher hatte ich das auch oft, dass ich mich nach dem Essen in jeder Hinsicht "belastet" gefühlt habe.

Vielleicht gibt es da wirklich auch bei Dir Lebensmittel, die diese psychische Schwere mehr auslösen als andere. Vielleicht hast Du auch unerkannte Unverträglichkeiten oder sogar Allergien.

Da würden mir dann die 14 und/oder die 19 einfallen - aber da gibt es sicher noch bessere Tipps von den anderen Foris.

Re: psychische Schwere nach dem Essen

Verfasst: 13. Oktober 2024, 12:02
von Blueberry
Hallo Julchen,
Ganz generell würde ich Dir den Magenstrom empfehlen: Der Magenstrom ermöglicht uns, alles zu verdauen, sowohl das Essen, wie die Erfahrungen des Lebens.
In einem JSJ-Kurs habe ich auch mal gehört, dass man, wenn der Magenstrom in Ordnung ist, alles, sogar Gifte verdauen könnte. (Ein solchen Extremfall würde ich persönlich jetzt aber nicht unbedingt ausprobieren wollen! :mrgreen: )
Für Allergiker werden ja normale Lebensmittel schon zu "Gift", da wäre der Magenstrom natürlich auch angesagt.
Wenn Du vermutest, dass der Blutzucker bei Deinen Beschwerden eine Rolle spielen könnte, wäre auch der Milzstrom angesagt, der kümmert sich auch um die Bauchspeicheldrüse.
Im ersten Selbsthilfebuch wird als tägliche Kombi die Abfolge Milzstrom, Magenstrom, und Blasenstrom empfohlen.
Diese drei Ströme müsstest Du hier irgenwo im Forum finden.
Viele Grüsse
blueberry

Re: psychische Schwere nach dem Essen

Verfasst: 14. Oktober 2024, 19:14
von Cestca
Hallo Julchen

Ich kenne das. Bei mir kommt es meist noch während des Essens, etwa 10-15 Minuten nach Beginn, und es ist unabhängig davon, was ich esse. Daher gehe ich davon aus, es hat damit zu tun, dass Blut und Energie sich auf die Verdauungsorgane konzentrieren. Blutdruck, Blutzucker, keine Ahnung.

Ich komme heute besser damit klar als früher. Ich glaube aber, es hat nicht geändert, sondern ist eher einfach danke mehr Ablenkung. Ich weiss um den Effekt, ich weiss, dass es irgendwie physiologisch bedingt ist, ich weiss, dass es vorbeigeht, und habe daher gelernt, damit umzugehen. Da ich allein wohne, esse ich häufig allein, und da mache ich das, wovon überall abgeraten wird: Ich lese Zeitung oder ein Buch beim Essen, oder esse sogar vor dem Fernseher. Dadurch bin ich schön abgelenkt.

In Begleitung lenke ich mich durch die Gespräche ab, merke zwar, dass der psychische Einbruch kommt, aber überspiele ihn einfach. Es führt aber dazu, dass mich Essen in Gemeinschaft eher latent etwas stresst, weil ich essen UND soziale Interaktion UND den psychischen Einbruch gleichzeitig bewältigen muss.

Da es bei mir schon während des Essens kommt, habe ich mir über Strömen mangels freier Hände nie Gedanken gemacht. Wenn es erst danach kommt: Vielleicht einfach eine grosse Umarmung? Ich weiss nicht, wieso ich auf diese komme, es ist das, was mir gut tun würde, wenn ich an die Situation denke. Mich selber halten und trösten, es ist alles gut so, wie es ist.

Liebe Grüsse
Cestca

Re: psychische Schwere nach dem Essen

Verfasst: 14. Oktober 2024, 21:31
von Klee
Hallo ihr Lieben,

Darf ich fragen, was ihr beim Essen denkt und „nebenbei” macht, wenn es unabhängig von dem ist, was ihr esst?

Als Impuls und vollkommen anderer Art zu Essen, empfehle ich Thich Nhat Than: Einfach essen

Da seid ihr wirklich bei dem was ihr konsumiert- in Gedanken und in Worten.

Gibt’s auch bei dem gruenen Streaminganbieter.

Wenn ich das wirklich umsetze - was nicht immer der Fall ist, denn oft denke und mache ich tatsächlich nebenbei (auch in Gedanken) noch andere Dinge, dann bin ich wirklich eins mit der Nahrung, die ich zu mir nehme.

Mit lieben Gruß
♥️🍀

Re: psychische Schwere nach dem Essen

Verfasst: 15. Oktober 2024, 00:03
von Nirbheeti
Jiro Murai hat viel mit dem Essen experimentiert. Er nahm an den in Japan beliebten Fresswettbewerben teil - und gewann sie sogar! Also kein großartiger Heiligenschein in der Richtung ... Aber er fand heraus, dass man grundsätzlich erst wieder etwas essen sollte, wenn der Magen wirklich leer ist. Der Körper hat das Angebot noch gar nicht an den entsprechenden Stellen untergebracht und abtransportiert, da kommt schon wieder Nachschub. Herausgefunden hat er, dass man drei Tage vor Prüfungen oder sportlichen Wettbewerben das essen sollte, was der Körper für dieses Ereignis braucht. Erst dann sei die materielle Nahrung zu Energie geworden, die bereitstünde für die Höchstleistung, die man errreichen will. Am Tag des Ereignisses nur wenig essen, damit der Körper eben nicht verdauungsbedingt in solche Phasen gerät, um die es hier geht. Für seine Fresswettbewerbe sei es umgekehrt gewesen: Drei Tage vorher mit dem Essen eher sparen. Dann wisse der Körper sofort etwas mit dem reichlichen Angebot anzufangen.

Da staunen wir :shock: !(Und so viele Konjunktive habe ich seit Jahren nicht mehr gebraucht. :lol: )

Vielleicht ist einfach nur unser Ernst zu schwer? All die Theorien mit erhobenem Zeigefinger :lehrer: , bis man es so übertrieben hat, dass die Nachteile sichtbar werden. Am meisten hilft es eigentlich, "mein eigenes Zeugnis zu SEIN". Da hat man dann ein Projekt vor.

Nirbheeti : 27, die eigentlich ins Bett gehört!

Re: psychische Schwere nach dem Essen

Verfasst: 2. November 2024, 10:52
von Gabriela
Liebes Julchen,
Bei mir hat die düstere Stimmung ganz eindeutig mit dem -niedrigen- Blutdruck zu tun. Seit ich vegetarisch esse, ist der Effekt nach dem Essen allerdings verschwunden.
Dafür spüre ich jede Wetterschwankung -Tiefdruck oder Hochdruck - das verursacht mir düstere Gedanken. Da hilft Bewegung - hier kommen die "1000 Schritte nach dem Essen ins Spiel! In jungen Jahren wars noch viel schlimmer, da wurde mir schon beim schnellen Aufstehen schwarz vor Augen - habituell niedriger Blutdruck halt. Meine Radikalkur bestand darin, jeden Tag nach dem Aufstehen, vor dem Frühstück, eine halbe Stunden zu joggen. Das war echt hart, hat aber geholfen. So kellermäßig ist mein Bludruck seitdem nie mehr gewesen.
Hast Du eine Ahnung, wie Deine Blutdruckwerte ausschauen? Meine Sportuhr mißt auch diese.. Und dann mal nachschauen, was JSJ in dieser Hinsicht empfiehlt. Ausprobieren halt, bis man das richtige gefunden hat!

Gute Besserung wünscht Gaby

Re: psychische Schwere nach dem Essen

Verfasst: 3. November 2024, 09:21
von Gabriela77
Und nun antworte ich mir gleich mal selber: Mir fiel heute morgen auf, daß ich zwar vollmundig Ratschläge zu niedrigem Blutdruck verteile, aber selbst bis jetzt nicht daran gedacht habe, bei solchen Episoden auf JSJ zurückzugreifen!! Da sieht man mal wieder , wie viele nützliche Funktionen dieses Forum hat ;)
Hab recherchiert - was mich anspricht ist das SES 22 und der Milzstrom. Werde berichten, ob es mich aus dem gelegentlichen Tief herausholt...

Re: psychische Schwere nach dem Essen

Verfasst: 3. November 2024, 09:23
von Gabriela77
Und sollte sich jemand wundern, warum ich mal Gabriela und mal Gabriela77 heiße: Ich habe oft Probleme mit dem Einloggen, dann habe ich einen Ersatz.