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Re: Ausnahmezustand
Verfasst: 28. März 2010, 19:22
von optimistin
Hallo liebe Miriam,
die Mail habe ich versehentlich 2 x losgeschickt.
Re: Ausnahmezustand
Verfasst: 28. März 2010, 19:22
von optimistin
Hallo liebe Miriam,
habe heute nachmittag mir die Zeit genommen und Deine Mails gelesen.
Es darf nicht sein, dass Du den Stress anderer Leute mit nach Hause nimmst.
Ich frage mich, wie kommt es, dass Du auf Engelchen immer wieder reinfällst?
Du schreibst, Du willst ihr am Montag eine klärende E-Mail schreiben, dass hört sich an, als wenn Du das Feuer schüren willst. Wenn Du die Mail schreibst, versuche doch mal, sie nicht anzugreifen sondern schildere ihr nur Deine Situation und wie Du Dich dabei fühlst.
Glaube mir, die anderen Menschen änderst Du nicht, sondern, wie fish sagt, nur Du kannst Dich ändern und versuchen, mit der Situation besser umzugehen.
Mir fiel auch sofort auf, dass Du geschrieben hast, Du hast ein schlechtes Gewissen und es ist Dir peinlich, weil Du hier Hilfe im Forum bekommst und Du kannst nichts zurückgeben.
Muss man denn immer etwas zurückgeben? Manchmal kann man auch nur etwas annehmen, aber auch das muss man erst lernen.(War bei mir ein langer Prozess)
Du schreibst, Du hast oft keine Zeit, die Finger zu strömen.
Klee würde jetzt sagen: Frau sucht nur einen Grund!!!
Abends nach Feierabend oder vorm Einschlafen kann man wunderbar die Finger strömen. Du solltest es auch einmal mit dem Strömvorschlag von fish SES 13 und SES 14 ausprobieren. Ich liebe die Kombination: 13, 14 und 15
Liebe Miriam, ich wünsche Dir viel Erfolg bei Deinem Gespräch in der Firma und wünsche Dir von Herzen, dass sich alles zu Deiner Zufriedenheit regelt.
Liebe Grüße von Opti
Re: Ausnahmezustand
Verfasst: 28. März 2010, 19:30
von Miriam
Hallo Fish,
schön, dass du noch mal geantwortet hast! Langsam fange ich an, mir einzugestehen, dass ich nur oder zumindest zu einem großen Teil so nett zu ihr bin, weil ich glaube, sie dadurch davon abzuhalten, schlecht über mich zu reden. So eine K...e Hm, ziemlich doof, denn ich muss einsehen, dass das nichts bringt und dass ich es wahrscheinlich nicht verhindern kann, dass sie über mich herzieht, wenn ich mich so verhalte, wie ich wirklich bin.
Ich selbst handhabe das mit dem reden über jemanden so, dass ich ganz wenigen (im Moment sind es nur 1-2 Kollegen aus anderen Abteilungen) ganz selten von Dingen erzähle, die mich belasten, und wenn die Belastung von einer anderen Person ausgeht, dann wird diese Person u.U. auch genannt, wobei ich das mittlerweile auch schon reduziert habe. Alles andere lehne ich ab (z.B. "die oder der macht seinen Job nicht", "die oder der hat eh nix zu tun", "die oder der ist ständig krank" usw., was das Niveau ist, auf dem sie über Leute redet).
Es tut gut zu hören, dass auch andere Menschen (so wie du) solche Projekte haben, und dass ich nicht die einzige bin, die sich mit sowas schon seit Jahren herumschlägt. Was mich im Moment sehr herausfordert ist die Tatsache, dass es nie ein Ende nimmt, weil ständig neue Situationen und Personen auftauchen, mit denen man fertig werden muss. Freut man sich, weil man die eine Situation im Griff hat und die eine oder andere Person jetzt handhaben kann, kommt auch schon wieder das/der/die Nächste. Kennst du das auch? Mein Chef sagt immer "du musst das Leben nehmen wie es kommt". Ja, wahrscheinlich mache ich mir zu viel Hoffnung, dass es einmal die Zeit geben wird, in der alles passt - denn diese Zeit wird es wahrscheinlich, zumindest dauerhaft, nicht geben.
Ja, du hast Recht, ohne Geduld geht da wahrscheinlich nicht viel. Geduld, Ausdauer und eine dicke Haut.
Ich finde es auch sehr mutig von dir, dass du das deinem Chef gesagt hast. Das habe ich noch nicht geschafft. Obwohl er mich sogar schon öfters direkt gefragt hat, habe ich immer gesagt, alles ist in Ordnung, und es gefällt mir hier (ich bin in der Abteilung aber auch erst seit ca. 1 Jahr).
Ich hoffe, dass es dir gesundheitlich wieder besser geht und hoffe, dass du in der Arbeit gut zurecht kommst und dich einigermaßen wohlfühlst.
Ich wünsche dir dabei auch ganz viel Kraft, Hoffnung und Geduld
Alles Liebe,
Miriam
Re: Ausnahmezustand
Verfasst: 28. März 2010, 19:59
von Hopfenhex
Liebe Miriam,
vielleicht hilft da auch noch Mobbingberatung. Es gibt Situationen, wo man / frau - alleine nicht herauskommt.
Viel Glück.
herzliche Grüße, Hopfenhex
Re: Ausnahmezustand
Verfasst: 28. März 2010, 20:02
von Miriam
Hallo liebe Opti,
danke, dass du dir die Zeit genommen hast, meine Emails zu lesen (ganz ernst gemein:)).
Warum ich auf Engelchen immer wieder hereinfalle, habe ich schon öfters analysiert. U.a. habe ich das an Fish geschrieben (ich möchte dadurch verhindern, dass sie schlecht über mich redet). Ein anderer Grund ist, dass ich Angst habe, dass es Gründe gibt, warum sie schlecht über mich redet, aber das ist sinnlos und doof, denn wenn ich so bin wie ich bin und v.a. meinen Job gut mache und mich mit allen in der Abteilung verstehe, dann gefällt ihr das überhaupt nicht, weil es bei ihr eben nicht so ist. Natürlich spielt es eine Rolle, wie ich selbst bin und natürlich sehe ich die Notwendigkeit, mich zu ändern, nur - wie Fish gesagt hat - dafür brauche ich Geduld! Außerdem muss ich mal irgendwo anfangen.
Was ich interessant finde ist, dass du eine klärende Email direkt als Angriff wertest, das wäre nicht als Angriff gedacht gewesen, sondern als Klärung, wie schon gesagt. Ich wollte ihr einfach sagen, dass ich so nicht arbeiten kann und wollte dann ein paar Vorschläge machen, wie ich es gerne machen würde - und das obwohl ich wirklich sehr viel zu tun habe und mich das ganz schön aufhält, was mich wieder schwächen wird - trotzdem muss es wahrscheinlich sein - so oder anders, wie auch immer. Du hast wahrscheinlich recht, wenn du sagst, ich soll ihr schildern, wie ich mich fühle. Aber ich habe meine Zweifel, dass das wirklich zu was führt, da ich ihr vor Längerem schon mal erzählt habe, wie es mir geht und warum (sehr persönlich), was bei ihr zu keinerlei Verständnis mir gegenüber geführt hat, zumindest habe ich keins gespürt. Ich weiß nicht, wie soll ich das alles in eine Email packen? Mit ihr reden wäre besser, was ich schon oft versucht habe, aber sie dann - wenn ich mal die Initiative ergriffen habe und ein gemeinsames Mittagessen vorschlug - lieber noch 3 Kollegen zum Essen mitnahm. ??? Siehst du, es ist gar nicht so einfach.
Ich will niemanden ändern, ich will mich selbst ändern und es besser machen, wirklich! Ich müßte mehr erzählen, dann könntest du es vielleicht auch besser verstehen.
Dass ich Probleme habe, Hilfe anzunehmen, ohne zurückkzugeben, weiß ich, aber es ist doch in unserer heutigen Gesellschaft auch nicht wirklich eine Selbstverständlichkeit, oder? Meistens wird irgendeine Gegenleistung verlangt, sei es in Geldform oder sonst irgendwie. Deswegen glaube ich auch, dass ich es erst wieder lernen muss, Hilfe einfach so anzunehmen; so wie du es gelernt hast. DANKE dass ihr hier nicht so seid, es ist wirklich nicht selbstverständlich für mich!!!
Warum ich nicht so sehr zum Fingerströmen komme ist, dass ich vor dem Schlafen meistens irgendeinen Strom ströme (Mittelstrom oder einen der Organströme), aber ich werde mir wieder Mühe geben
Fish's Vorschlag habe ich heute nachmittag schon ausprobiert ... ich probiere überhaupt sehr viel aus, aber manchmal hilft Strömen mir nicht. Vielleicht mache ich zu viel Verschiedenes.
Danke für deine Anteilnahme und dir natürlich auch alles Gute und Liebe!!!
Miriam
Re: Ausnahmezustand
Verfasst: 28. März 2010, 20:07
von Panthera
Liebe Miriam
zum Nehmen und Geben fällt mir Folgendes ein:
Ich habe ein Leben lang sehr viel gegeben - materiell und seelisch.
Als ich dann vor Jahren in eine grosse Krise stürzte, zog es mir auch in beiden Bereichen den Boden unter den Füssen weg. Ich war nahe am Selbstmord.
Damals erfuhr ich keinerlei Unterstützung - und dass die Menschen,
denen ich immer gegeben hatte, mich so mies im Stich liessen,
liess mich ad Welt verzweifeln.
Vor etwa drei Jahren dann begann eine Zeit, wo ununterbrochen Menschen auf mich zukamen
und mir Hilfe anboten - va. erstmal materieller Art
und dann auch in seelischer Hinsicht.
Da merkte ich, dass alles ein grosser Kreislauf ist
und habe auch gelernt, anzunehmen,
weil ich weiss, dass ich es wieder weiterfliessen lasse
in welcher Form auch immer.
Wölfin
Re: Ausnahmezustand
Verfasst: 28. März 2010, 21:40
von Fish70
Hallo Miriam,
eine e-mail zu schreiben ist nach meiner Meinung nur dann eine gute Idee, wenn der Empfänger auch genau das versteht was drin steht. Da das aber in den seltensten Fällen so passiert (meistens liest der was ganz anderes als du geschrieben hast) finde ich das persönliche Gespräch besser.
Ich habe das ein ganzes Jahr mit einer Kollegin probiert, die ich partout nicht leiden konnte, aber mit ihr zusammen arbeiten musste (und auch das Beste daraus machen wollte). Wir haben zum Schluss fast jeden Tag geredet, das war wirklich interessant, denn sie hat grundsätzlich alles mißverstanden was ich gesagt habe und ich hab' grundsätzlich alles mißverstanden, was sie gesagt hat. Und die e-mails waren am schwierigsten, da gab es die allermeisten Mißverständnisse.
Kennst du die Kommunikationsbücher von Friedemann Schulz von Thun - Miteinander reden Band 1 bis 3 ??? Da ist das mit den 4 Seiten einer Nachricht gut erklärt, auf welcher Ebene z. B. der Absender sendet und auf welcher Ebene der Empfänger empfängt. Und da jede Nachricht 4 Seiten hat, kann der Schuss manchmal ganz schön nach hinten losgehen.
Sag' ihr doch in einer ruhigen Minute einfach mal, dass du mal mit ihr unter 4 Augen reden möchtest. Und dann bleib' bei Dir, wie du dich fühlst, was dir nicht gefällt, aber zuerst auch das was Du gut findest. Darüber must du natürlich vorher intensiv nachdenken, wenn man so was unvorbereitet macht, dann läuft es oft nicht so gut.
Und - ich glaube auch, das man das Leben so nehmen muss, wie es eben kommt. Mein erster Selbsthilfelehrer hat gesagt, auf der großen Lebenswelle surfen und sich nicht von ihr runterziehen lassen (übrigens SES 12 - dein Wille geschehe...)
Was hältst du davon, wenn du 21 Tage (3 Wochen dauert es bis es zur Gewohnheit wird) lang nur einen bestimmten Strom oder Finger hältst, dass aber möglichst mindestens morgens und abends 20 Minuten (wenn du es schaffst auch nocht mittags) und sonst mal alles andere weglässt???
Ich würde dir dafür den Daumen oder den Zeigefinger vorschlagen - was denkst du??
lg
vom fish
Re: Ausnahmezustand
Verfasst: 28. März 2010, 22:16
von Miriam
Hallo Fish,
ich habe nur noch ganz kurz Zeit, da es für mich schon spät ist und ich gleich noch ein Bad nehme.
Ich habe aber deine Nachricht gelesen und sehe sie mir morgen oder übermorgen genauer an.
Was ich noch gerne erwähnen würde ist, dass die Arbeitssituation sehr viel komplexer ist als ich sie beschrieben habe, und dass es nicht nur um 'Engelchen' (die ich i.Ü. eigentlich mag, mich aber all das, was ich erzählt habe, eben sehr ärgert(e)??? irgendwie verändert sich grad alles ...) geht, sondern auch um viel andere Dinge u. eine andere Kollegen, mit der ich klarkomme, solange ich mich nicht mit 'Engelchen' befasse ... Ich könnte ein Buch darüber schreiben ...
Danke für deine Strömtipps, wiegesagt, ich sehe nochmal nach in den nächsten Tage, wahrscheinlich ist es besser, sich auf was Bestimmtes zu beschränken.
Bis die Tage und eine angenehme Nacht!!!
Miriam
Re: Ausnahmezustand
Verfasst: 28. März 2010, 22:58
von bendi
Hallo Miriam,
könnte auch Geschichte schreiben. Meine Kollegin hat mich aus heiterem Himmel sehr abgelehnt, vor dem ganzen Team mehr als schlecht gemacht, und ich habe keine Ahnung gehabt wieso. Ein klärendes Gespräch lehnte sie kategorisch ab. Ich war sehr verletzt und sehr, sehr wütend. Die ganze Situation hat mich enorm belastet. Nach der erste Phase mit viel Selbstmitleid und noch mehr Vorwürfe an ihre Adresse (innerlich, versteht sich), habe mich erinnert, was ich alles in meinen Kursen gelernt habe und die Fragen kamen: Warum ich? Welche Lektion bringt mir mein Leben? Und es war mir klar, das es eine grosse Lektion sein muss, so aufgewühlt, wie ich war. Es ist eben nicht immer so offensichtlich, man muss manchmal tiefer graben. Ich habe Wochen gebraucht, bis mir ein Licht aufgegangen ist. Immer wenn ich über die Kollegin geredet habe, benutzte ich ein Wort am häufigsten - sie lehnt mich und ein Gespräch ab. ABLEHNUNG - das war es. Dann habe ich mir überlegt, wo in meinem Leben lehne ich mich ab? Oooh Schreck, ich konnte auf Anhieb ganz viel aufzählen.
Aber ab da hat mich die Situation nicht mehr belastet. Und siehe da, die kleine Annäherungsimpulse kamen immer häufiger. Heute, nach mehr als einem Jahr ist es zwischen uns so wie früher. Ich weiss immer noch nicht, was es war, warum sie sich so plötzlich mir gegenüber verändert hat, aber es interessiert mich schon lange nicht mehr. C. Tipping sagt in seinem Buch über radikale Vergebung, das sich dein Umfeld verändert, wenn du dich veränderst und die Lektion verstanden hast. Ich stimme ihm voll und ganz zu. Und im "Gespräche mit Gott" steht , das uns Gott nur Engel schickt. Aus heutige Sicht kann ich auch das bestätigen, meine Kollegin war mein Engel. Ich wünsche dir viel Mut und noch mehr Einsichten, dann wird sich schon alles von alleine klären.
Liebe Grüsse
bendi
Re: Ausnahmezustand
Verfasst: 29. März 2010, 08:54
von Lilienthal
Hallo Bendi und Miriam,
Robert Betz benutzt in einem seiner Vorträge den Begriff "Arschengel" - womit er meint, jeder Mensch, der uns geschickt wird, ist ein Engel (wie Du, Bendi, ja schon schreibst), nur kommt er uns erst mal wie ein A.... vor. Aber er hat immer eine Bedeutung.
Miriam, Du bist weiß Gott nicht alleine mit Deinen Gefühlen, viele (hier im Forum und auch anderswo) haben die gleichen Projekte - auch ich musste (und muss immer noch) mit solchen Sachen kämpfen wie "Ich kann doch nciht einfach so Hilfe annehmen, ich muss doch was zurückgeben". Inzwischen sehe ich viele Dinger ruhiger und - wie Wölfin schreibt -auf die eine oder andere Art gibst Du Dinge zurück.
Und wenn Du eine Situation (erstmal) nicht ändern kannst, dann ändere Deine Einstellung dazu. Du wirst es nie schaffen, daß alle Leute mit Dir einverstanden sind - also sei doch erstmal mit Dir selber einverstanden! Ich habe eine Zeitlang einfach morgens vor dem Badezimmerspiegel gestanden, habe mir selber auf die Schulter geklopft (das Unterbewusstsein merkt nicht, daß Du das selber machst!!) und habe mir gesagt: Martina, Du bist eine tolle Frau. Am Anfang kommt man sich ein bißchen blöd vor, aber irgendwann fühlt es sich gut an.
Martina
Re: Ausnahmezustand
Verfasst: 29. März 2010, 12:09
von Momabo
Ihr seid einfach spitze, diese Dinge so auf den Punkt zu bringen...
lg Mona
Re: Ausnahmezustand
Verfasst: 29. März 2010, 12:40
von Fish70
Hallo Martina,
das ist ja klasse, das Du von Robert Betz schreibst. Ich hab gerade von ihm das Buch "Wahre Liebe läßt frei" gelesen und bin total begeistert.
Und das mit dem Arschengel ist super - werde ich mir für die nächste Gelegenheit merken.
Etwas annehmen können, ohne dafür etwas zu geben - das fällt mir immer noch schwer, aber ich übe wo immer ich kann. Ich bringe es auch in Verbindung mit der absteigenden Energie (etwas geben) und der aufsteigenden Energie (etwas annehmen). Für mich in der Hinsicht ziemlich interessant, dass fast alle aufsteigenden Ströme bei mir der Harmonisierung bedürfen. Aber wenn es einem bewusst wird, hat man ja schon halb gewonnen, oder??
lg
vom fish
Re: Ausnahmezustand
Verfasst: 29. März 2010, 13:30
von Lilienthal
Hallo Ihr alle,
vorhin stellte sich mir selbst die Frage, wie ist das eigentlich bei mir? Wie oft bitte ich nicht um Hilfe, weil ich denke, ich kann nichts zurückgeben, und wie oft gebe ich andererseits Hilfe, ohne eine "Gegengabe" zu erwarten? Ist es nicht so, daß wir an uns selber immer die höchste Messlatte anlegen und alle anderen viel nachsichtiger beurteilen als uns selbst? Und uns selbst zu verzeihen, fällt uns doch viel viel schwerer, als anderen zu verzeihen. Wie können wir denn von anderen erwarten, daß sie uns lieben, wenn wir es nicht mal selber tun? "Liebe Deinen Nachbarn wie Dich selbst" - das heißt ja, daß wir unseren Nächsten nur lieben können, wenn wir uns selbst lieben.
Mir wird immer klarer, daß alles darauf hinausläuft, daß ich mit mir selber klarkomme. Nur dann kann ich auch mit anderen Menschen klarkommen.
Martina
Re: Ausnahmezustand
Verfasst: 29. März 2010, 19:42
von bendi
Liebe Martina
Richtig so, ich habe auch Zeitlang am Morgen in die Augen geschaut und mir einen wunderschönen Tag gewünscht. Bei anderen mache ich das auch, oder?
lg
bendi
Re: Ausnahmezustand
Verfasst: 29. März 2010, 20:04
von Miriam
Hallo zusammen,
ich habe eure Beiträge ein wenig schneller gelesen, ich fühl mich heut ziemlich kaputt, und sag nur erst mal noch was zu Martina's Bemerkung:
"Und wenn Du eine Situation (erstmal) nicht ändern kannst, dann ändere Deine Einstellung dazu. Du wirst es nie schaffen, daß alle Leute mit Dir einverstanden sind - also sei doch erstmal mit Dir selber einverstanden!"
Ich habe heute wieder eine neue Einsicht gewonnen, die da ist, dass Engelchen mich ständig auf subtile Weise niedermacht und mir das Gefühl gibt, sie ist ganz toll und ich bin nicht mal halb so toll - nur weil sie, in dem was sie macht eine Ausbildung hat und ich nicht (die aber für diese Position auch nicht unbedingt notwendig ist; außerdem habe ich mich so ganz gut eingearbeitet und bin mir sogar sicher, dass ich in vieler Hinsicht sogar professioneller agiere als sie). Mit all den anderen Kollegen u. den Vorgesetzten habe ich dieses Gefühl nicht - solange ich nicht mit ihr zusammenarbeite. Klar, ist das ein Thema, was bei mir in der Vergangenheit seine Wurzeln hat; nur, ich ärgere mich eben, dass ich mit so vielen Leuten gut klarkomme und mich wirklich respektiert und geschätzt fühle (und dann auch selbstsicher und zufrieden mit mir bin), wenn ich aber mit ihr zusammenarbeite, was ich in letzter Zeit leider verstärkt muss, dreht sich alles wieder ins Gegenteil um: nichts funktioniert mehr, meine Konzentration versagt, ich fühle mich total schlecht. Ehrlichgesagt, ich WILL von dieser Person meinen Abstand nehmen und in der Lage sein, dass sie diese Gefühle nicht mehr in mir auslösen kann, aber wie das möglich sein soll - keine Ahnung! Ich kann meine Vergangenheit nicht rückgängig machen, und was noch dazu kommt ist, dass vor ca. 1,5 Jahren durch eine Psychotherapie-Sitzung in Verbindung mit falscher Anwendung von EFT einen extremen Rückfall in meiner ganzen Entwicklung erlitt, von dem ich mich bis heute noch nicht wieder richtig erholt habe.
Wie auch immer, ich danke euch allen und wünsche euch alles Liebe. Ich muss das alles nun erstmal ein wenig verdauen.
LG
Miriam