Ihr Lieben,
erst jetzt komme ich dazu mich für Eure Anteilnahme und lieben Wünsche zu bedanken!
Die Zeit die hinter mir liegt war sehr anstrengend. Erst die Frühdienstwoche mit zusätzlich der Betreuung bei meiner Arbeit, wo ich ein- bis zweimal bei meiner Mutter am Bett saß. Dann der für mich so schnell nicht erwartete Tod. Dann die Vorbereitungen für die Beerdigung, Absprachen mit meiner Schwester, dem Pastor, Biografie der Mutter, Lieder aussuchen etc., Vorbereitungen für die Kaffeetafel hinterher. Dann die Beerdigung selber. Nur eine Tag Sonderurlaub.
Vier Tage später Weihnachten. Heilig Abend bei mir mit der Familie, sechs Personen. Ersten und zweiten Weihnachtstag wieder einen Spätdienst, ausnahmsweise.
In diesen Tagen hatte ich ständig irgendwelche stärkeren Beschwerden, wie Halsschmerzen, Husten, Schmerzen im Bronchial- und Lungenbereich, dann wieder Knie- und Hüftschmerzen welche ich sonst nie habe. Hatte tagelang den Eindruck die ganze Statik sei bei mir verschoben und kam kaum die Treppe rauf. Was mir immer wieder geholfen hat war unsere fabelhaft Saunalandschaft vorort mit dem großen Schwimmbad, den Massagedüsen im Wasser und den Fontänen von oben über den Rücken. Also zweimal die Woche erst Sauna, dann 1000 m Schwimmen, dann ausgibig massieren und dann wieder mehrmals Sauna.
Dazu immer JSJ zuhause und unterwegs, z.B. 2.Tiefe!
So bin ich über die Runden gekommen in den letzten Wochen.
Es geht mir den Umständen entsprechen wieder gut.
Ich danke Euch allen für die Anteilnahme:
AnnSophie Deinen Spruch habe ich mit in das Liederblatt mit Foto von meiner Mutter zur Trauerandacht gefügt. Ich fand ihn so schön und passend: "Unsere Seele gleicht einer Sonne, hier geht sie unter, um in einer anderen Welt strahlend schön wieder aufzugehen."(Marie-Luise Kaschnitz)
Cestca danke für die große Umarmung; ja ich war ziemlich klar, auch bei den Familienverhältnissen. Ich glaube inzwischen, meiner Ursprungsfamilie bzw. Schwester, Bruder, Neffen und Nichten ist das schlechte Verhältniss gar nicht so bewußt und wichtig wie mir, meinem Mann (auch meinem ersten Mann der bei der Trauerfeier dabei war) und meinen Kindern. Sie sind einfach robuster und unbewußter.
Danke auch
ate2011 für die Umarmung und das Licht der Kerze!
Ich war mir nicht ganz sicher, ob der lange Blick schon ein Abschiednehmen war. Er war so leidevoll und ängstlich. Wahrscheinlicht werde ich ihn nie vergessen.
Liebe
Coco53 danke auch Dir für die Umarmung! Es war diesmal kein Schmetterling bei der Beerdigung, aber ein Eichhörnchen huschte vorbei. Man sah es kaum.
Danke
Tamaya für Deine lieben Wünsche. Meine Zeit war friedlich, aber nicht ruhig. Ruhig ist es jetzt und das ist gut so.
Danke auch Dir
sanara für Deine herzlichen Worte, das Mitgefühl, die Umarmung und die guten Wünsche!
Mein Dank auch an Dich
Momabo! Ich habe grundsätzlich eine Einstellung zum Tod, die es mir nicht so schwer macht Abschied zu nehmen. Ich bin Christ. Ich machte vor Jahren einen Lehrgang zur Hospizbegleiterin im ambulanten Hospizdienst. Einige wenige Begleitungen hatte ich gemacht, nie aber in den letzten Stunden oder gar Minuten. Auch im Altenheim als Schülerin oder Examinierte bin ich nie direkt dabei gewesen. Das sollte wohl nicht sein. Ich sehe die letzte Begleitung Sterbender nicht als meine Aufgabe.
Die Menschen, die sterben, die gehen uns nur ein Stück voraus. Der Spruch von AnnSophie bzw. von Marie-Luise Kaschnitz spricht mir aus der Seele.
Danke auch
Nirbheeti!!
Danke
Waldeule für Deine liebevollen Worte!
Ich bin mit 16 Jahren von meiner Mutter weg gezogen, wegen meiner Ausbildung zur PTA. Dann bin ich zurückgekommen und endgültig mit 19 ausgezogen. Mit 23 hatte ich meine eigene Familie. War mit 25 Jahren 20 Jahre lang in einer anderen Stadt mit meiner Familie beschäftigt und hatte wenig Kontakt zu meiner Mutter und meinem Vater. Das war gut so. Meine Schwester, die nie weg war hat es jetzt viel schwerer.
Meine Mutter hatte sich zuletzt den Tod immer wieder gewünscht, wegen den Schmerzen, der Schwäche, der Abhängigkeit von den Pflegekräften und weil sich nicht wieder nach Hause konnte.
Ich weiß nicht, ob sie zuletzt wirklich ganz in Frieden gegangen ist. Ich hoffe es.
Ich weiß nur, dass sie in den letzten Tagen viel Angst hatte. Auch das sie in diesen Tagen insgesamt viel durchgemacht hat einschließlich eines Morphiumentzugs. Das tut mir Leid.
Jetzt hat sie es besser. Sie hat es geschaft.
Eure
RuthHeile