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Re: Märchen / Strömen / Sechstern Pulse Verlauf durch die Ti

Verfasst: 27. Dezember 2016, 12:18
von Momabo
Liebe Dina
wann fangen dann bei dir die Rauhnächte an?

A sonnigs Grüßle
Mona :sunshine:

Re: Märchen / Strömen / Sechstern Pulse Verlauf durch die Ti

Verfasst: 27. Dezember 2016, 23:57
von AnnSophie
Die Rauhnächte beginnen aber nur für Christen am 24.12. Ursprünglich fangen sie bereits mit der Wintersonnwende am 21.12 an. Wieder ein Datum das durch das Christentum verfälscht wurde.
Aber Beobachtungen zur Lage von 24 mit der Bedeutung "Verständnis, Chaos harmonisieren" zwischen SES 7 und SES 16 sind genau so ergiebig... Es kam eben eine neue Zeit, in der sich die Blickwinkel auf die Realität veränderten. Genau wie heute.
Ich seh das Verschieben der Feste Ostern, Weihnachten um wenige Tage, Nach dem Frühlings-Vollmond bzw. der Wintersonnwende auf eine andere Qualität, nicht als ein "verfälschen" sondern als eine Anpassung auf die durch Jesu Leben und Sterben geänderte Zeitqualität. Ich kann mir übrigens gut vorstellen, dass die Hauptfeiertage nach der aktuellen Transformationsphase irgendwie noch weiter weg vom Ereignis sein werden....

Wenn man ab dem 21 zählt sind es dass 15 oder 16 Nächte? Oder bleibt es bei 12 Nächten, die dann früher enden?


Herzlich AnnSohie

Re: Märchen / Strömen / Sechstern Pulse Verlauf durch die Ti

Verfasst: 28. Dezember 2016, 10:54
von Waldeule
Liebe AnnSophie,

ich bin an dem Ausdruck "geänderte Zeitqualität" hängen geblieben. Vielleicht hat mein Hirn durch die mehr bauchorientierten Feiertage etwas Flugrost angesetzt, aber irgendwie konnte ich damit nicht recht etwas anfangen. Du kannst da sicher zu meiner "Erleuchtung" ;) beitragen!

Für mich ist die Wintersonnenwende ein zyklisch wiederkehrendes und daher feststehendens Datum, während das Geburtsdatum Jesus für mich eher symbolische als chronologisch korrekte Bedeutung hat. Hätte Jesus selbst dieses Datum irgendwo hervorgehoben, wäre es für mich eher bedeutend. Der Kirche und ihren Vertretern aber vertraue ich da nicht wirklich. Zahlensymbolik für die Wahl der 24 oder tatsächlich das willentliche Überlagern heidnischen Feste halte ich für wahrscheinlicher. Das betrifft nicht nur Daten, sondern auch Orte (berühmtestes Beispiel sicher die Glastonbury Abbey und der Zusammenhang mit der Avalon-Legende). Da steckt schon System dahinter. Auch heute noch versucht man heilige Orte zu zerstören, um der eigenen Ideologie (von Religion im tieferen Sinne kann keine Rede sein) zum "Sieg" zu verhelfen (Timbuktu, Palmyra ect. )

Ich denke, man muss hier zwischen wahrer Mystik (Jesus) und den Machtinteressen der Nachfolger unterscheiden, oder wie siehst du das/seht ihr das?

Lieben Gruß
Waldeule

Re: Märchen / Strömen / Sechstern Pulse Verlauf durch die Ti

Verfasst: 28. Dezember 2016, 11:11
von Waldeule
... habe ich gerade in Wikipedia gefunden. Der Kaiserkult ist die quasi göttergleiche Verehrung des Herrschers und seiner Vorgänger mit Opfergaben usw.

[ ImFrühchristentum war das Geburtsfest Christi relativ unbestimmt. 354 n. Chr. gibt es die erste schriftliche Überlieferung, dass in Rom ein heidnisches Fest am 25. Dezember gefeiert wurde.[6] Offenbar war dieser Brauch im römischen Reich eng mit dem Kaiserkult verbunden.
/i]
Die 12 Nächte (11 Tage) sind , glaube ich, nicht "erweiterbar", da sie die Differenz zwischen Mondjahr und Sonnenjahr darstellen - also die Zeit außerhalb der Zeit, die deswegen auch gefährlich wie ergiebig sein kann.

LG : 26 Waldeule

Re: Märchen / Strömen / Sechstern Pulse Verlauf durch die Ti

Verfasst: 28. Dezember 2016, 12:13
von Waldeule
... Es wird noch komplizierter. Habe diverse Seiten durchgeblättert. Merkwürdigerweise war die Wintersonnenwende in einigen Überlieferungen mit dem 25. 12. angegeben. Fakt ist, dass es keine biblischen Hinweise zum Geburtszeitpunkt Jesu gibt.

Das Wintersonnenwende St lag wohl nach dem julianischen Kalender auf dem 25. 12., nach dem ägyptischen auf dem 6. 1. Der gregorianische Kalender, der nach und nach den julianischen ablöst, gibt das entsprechende Datum wie folgt (auch Wikipedia) dem 7. 1. an:

Seit 1900 (und noch bis 2099) besteht zwischen beiden Kalendern eine Differenz von 13 Tagen, um die der julianische dem gregorianischen Kalender nachläuft. Wenn zum Beispiel laut dem gregorianischen Kalender der 7. Januar ist, dann hat man laut dem julianischen erst den 25. Dezember (daher liegt auf dem 7. Januar gregorianischen Stils das Weihnachtsfest vieler orthodoxer Kirchen: Patriarchat Jerusalem, Russland, Serbien, Mazedonien, Griechenland, Georgien und der altorientalischen Kirchen der Syrer, Kopten, Eritreer, Äthiopier).

Hochinteressant, bleibe dran.... [hund]

Re: Märchen / Strömen / Sechstern Pulse Verlauf durch die Ti

Verfasst: 29. Dezember 2016, 18:38
von ate2011
Komplizierter geht immer, aber es geht auch einfach. Einfach entscheiden,
wohin es euch zieht, bei mir war es vor zig Jahren eben aufgrund einer
guten Überlieferung der 24.12. bis 05.01. und wenn ich dann z.B.
ab 24.zum 25.12. einen Traum den Januar zuordne ist das für mich ok.
Grüßle ate :kicher:

Re: Märchen / Strömen / Sechstern Pulse Verlauf durch die Ti

Verfasst: 29. Dezember 2016, 19:34
von Waldeule
Da hast du natürlich recht, ate. Mache ich ja auch so: der 21. auf den 22. ist für mich gefühlt Wintersonnenwende, die kürzeste Nacht also. Vom 28.12. bis 6. 1. achte ich besonders auf Träume. Also 9 Nächte lang. Die 12 hat für mich z. B.gar keine so große Bedeutung. Ursprünglich wurde ja auch noch ein Mittwinterfest 3 Tage lang gefeiert. Das ist glaube ich der Vollmond nach Wintersonnenwende, also oft weit im Januar.

Trotzdem total spannend, mal in historische Quellen zu schauen und die eigenen Bräuche zu hinterfragen. Für mich zumindest.
Das Märchen Schneeweißchen und Rosenrot, die auf einem Bären reiten, soll wohl auch auf heidnische Wurzeln rund um die Winterfeste ranken - um mal wieder die Kurve zu den Märchen zu kriegen ;) Da müsste ich aber noch genau nachschauen

Lieben Gruß
Waldeule

Re: Märchen / Strömen / Sechstern Pulse Verlauf durch die Ti

Verfasst: 13. Januar 2017, 20:27
von RunaRubina
Puh diese Diskussion habe ich irgendwie aus den Augen verloren...das Märchen mit dem Sechstern und die Rauhnächte mit 12 Nächten haben zusammen gefunden :sunshine: und die Quersumme beträgt 6+1+2= 9! Neuanfang ! Wie toll ist das denn!
Ich starte jeweils am 24. und an Wintersonnenwende bedanke ich mich für, das vergangene Jahr!
21.12, 3 Tage bis zum Neuanfang (24.12) 3. tiefe : ich weiss: was ich habe, kann, möchte...Demut Dankbarkeit

....die Philosophin in mir ist erwacht

Habt :danke: ihr seid kostbar!

Re: Märchen / Strömen / Sechstern Pulse Verlauf durch die Ti

Verfasst: 14. Januar 2017, 09:40
von Waldeule
Liebe RunaRubina,

ich wollte nochmal auf deine ursprüngliche Annahme mit dem Sechsstern und dem Bezug zu den Märchen zurück kommen.

Was die Reihenfolge, die du beim Sterntalermärchen gefunden hast, anbelangt, glaube ich, dass nicht alle Märchen in dieses Muster passen. Wegen der Schleife, die wir zu den Rauhnächten gezogen haben, bin ich das nochmal anhand des Märchens Schneeweißchen und Rosenrot durchgegangen.

Erst mal der Bezug zum Jahreskreis: Der Bär, der den Wintergott repräsentiert, überwintert bei der Mutter und den beiden Schwestern im Haus. Er trägt den Sonnengott bereits in sich, was deutlich wird, als er sich den Pelz beim Gehen an der Tür aufreißt und es golden durchschimmert. Die Mutter ist mit der Erdenmutter, auch Frau Holle, gleichzusetzten. Und das Haus steht hier für die winterliche Höhle. Die Schwestern sind keine Kontrahentinnen wie in vielen Märchen, sondern symbolisieren den Jahreskreis, die Jahreszeiten: Schneeweißchen die eher ruhigere Winterzeit und Rosenrot die quirlige Sommerzeit. Ihr Bezug zur Vegetation ist durch den weißen und den roten Rosenbusch angedeutet.
Der grimmige Zwerg ist wahrscheinlich ein im Laufe der christlichen "Korrekturen" heidnischer Mythen ausgegliederter Aspekt des Wintergottes, der in Bedrängnis gerät, weil er im Kampf gegen den Sonnengott letztendlich - wie jedes Jahr zur Wintersonnenwende - nicht gewinnen kann. Ursprünglich war es der zottelige, bärengleiche "wilde Mann". Natürlich endet alles mit der siegreichen Verwandlung des Bären zum Prinzen und der Hochzeit.

Jetzt zu den Tiefen: Die 1. Tiefe steht am Anfang. Die Überwinterung des Bären bei Mutter Erde und den beiden Schwestern ist völlig harmonisch, denn die Mutter erkennt in dem Bären bereits den kommenden Sonnengott
Die 3. Tiefe kann man im Aufbruch des Bären sehen. Er muss fort, um seine "Schätze" vor dem Zwerg zu retten
Der Zwerge als Widersacher gegen die "Erneuerung" durch den Sonnengott, versucht nun all das unter seiner Kontrolle also in winterlicher Erstarrung (im Winter und der Erstarrung scheint die Trauer der 2. Tiefe durch, die aber "geheilt" wird) zu halten, was der kommende Frühling beleben will: den Baum, das Wasser und die Luft - auch wenn dies unterschiedliche Elemente bzw. Tiefen sind, zählen sie doch zur 1. Tiefe, der Erde, die in allen Bereichen erwachen will
Das Verhalten der Schwestern enthält stark die Qualitäten aus der 4. Tiefe, indem sie mutig dem Zwerg aus allen misslichen Lagen helfen und der 5. Tiefe, weil sie trotz seiner Tiraden es immer freundlich und mitfühlend tun. Gerade dadurch aber verhelfen sie dem Bären/Sonnengott zum Sieg (das hier der arme Zwerg erschlagen wird, halte ich für christliche Symbolik, da Zwerge im Heidentum durchaus auch zwar gelegentlich schwierige, aber anerkannte Mitgeschöpfe waren)
Die Verwandlung des Bären zum Prinzen gehört zur 6. Tiefe. Das "Gold" unter dem Pelz darf wieder scheinen und alles heilen und beleben. Das Urvertrauen ins Leben hat gesiegt.

In diesem Märchen geht es für mich vor allem um das Erwachen der Erde, die am Anfang, in der Mitte und am Ende immer präsent ist und ihr "Spiel" mit den übrigen Kräften.
In der TCM gab es ursprünglich alte Darstellungen der Elemente/Wandlungsphase, bei denen die Erde in der Mitte stand und die übrigen Elemente/Jahreszeiten/Himmelsrichtungen etc. sie umringten. Noch heute verbindet das Erdelement, obwohl inzwischen eingefügt in den Kreis der Elemente, die anderen Elemente durch 18-tägige, der Erde zugewiesene, Zwischenzeiten zwischen den anderen Elementen. Auch ihre Sonderstellung in der Zuordnung "Spätsommer" lässt darauf schließen, dass ihr einmal eine zentrale Stellung zukam.

Trotzdem ist es aufschlussreich, wie sehr alle Tiefen zu dem jährlichen Zweikampf und dem Sieg der Erneuerung beitragen - auch wenn ich deine geniale Einordnung zu der "klassischen" Tiefen-Reihenfolge, liebe RunaRubina, mit meiner Interpretation jetzt etwas durchgeschüttelt habe. Es sind einfach unterschiedliche Sichtweisen und Prioritäten, die sich auch in Märchen und Mythen widerspiegeln. Bei deinem Ansatz spielt die chronologische Entwicklung der Tiefen eine größere Rolle und bei diesem Märchen hier, geht es um einen urtümlichen mythologischen Zweikampf, der besondere Fähigkeiten erfordert, um ihn zu bestehen - deswegen passt dieses Märchen für mich so gut zur Wintersonnenwende.

Herzliche Grüße : 26
von einer grippigen Waldeule :hatschie:

Re: Märchen / Strömen / Sechstern Pulse Verlauf durch die Ti

Verfasst: 14. Januar 2017, 09:45
von Waldeule
:shock: mit den Farben muss ich noch üben...

Blödes Touchscreen- reiner Zufall welche Farbe in den winzigen Kästchen man mit viel zu dicken Fingern erwischt :lol:
: 26

Re: Märchen / Strömen / Sechstern Pulse Verlauf durch die Tiefen

Verfasst: 3. September 2018, 14:38
von Kaczinsky
Wow. Das (endlich!!-noe!! baeh!! ! -wa doch!?!) beruehrt. ..
Danke.
Im Buch der Metaphern, -unklar, verfuehrerisch, wie unuebersetzt die Geschichte des "Prinz im Eisenofen"..

Davon abgesehn, wie schoen zu wissen, dass es noch Menschen gibt, die andern Menschen die unglaubliche Weisheit (feig, wie der Wald dunkel ist (nachts), behaupte ich jetz das und dann das mal..). Aber egal und ohne jede Erwartung: schoen!!

Wie schoen, Menschen zum Staunen, zur Freude, den Traenen, zum Mitgefuehl, zum Miterleben, zum Mitgefuehl, zum Sein (..vermute ich..) zu bringen, -nein, es herzuholen und anzubieten.

Danke!
Prinz im Kuehlschrank in der Plastikwueste
Michael (Miki)