Liebe Sanara,

für die Wünsche und das Phoenix-Bild mit den heilenden Tränen, berührt mich tief. Da gab's gleich ein paar heilende Tränen.
Die Tage begleitet mich immer wieder auch ein Bild eines fast versteinerten Kindes, so hoffnungslos fast nicht mehr weinen könnend... das eben wie ein ganz kleines, bedürftiges Kind gewiegt und getröstet werden möchte, damit es loslassen kann, die Tränen kullern können und es damit fließt und heilt... und ich frag mich wie ich mich/das Kind wiegen und trösten kannn?
Übrigens es muss nicht nur,
es will auch,
losgelassen werden, wie der Tanz der Blätter im Herbst, das hab ich von meinem Mann (ich klau mir das jetzt einfach mal, gelernt): Sterben ist nicht schwer, wenn man richtig gelebt hat. Das zeigt die Natur im Herbst auch auf so viele Arten und Weisen, es ist ein Farbfest des letzten Blühens und des Wandels - und irgendwie ist Loslassen doch auch das Sterben eines vergeblichen Kontrollversuchs
- festzuhalten was nicht festgehalten werden kann, was vergehen muss, um neu und wunderbarer wiederzukommen.
Wippen geht nur, wenn's den Wechsel gibt zwischen oben und unten und der untere auch immer wieder loslässt, dass es sich neu ausgleicht.
Irgendwie ist in mir das Vertrauen gewachsen, wenn's für uns wichtig ist kommt's irgendwie wieder und sonst ist vielleicht nur für die Raupe ein Ende und für den Rest der Welt ein Schmetterling.
Und man kann beides sein in so einer Abschiedssituation - mal ist man Raupe, mal Schmetterling, mal Beobachter.
Ich als alte Festbeißerin... musste mir das Loslassen und die Freude darin erst erarbeiten und lernen, kann aber auch Spaß und Freude machen, gerade auch in allem Leide.
Dir auch eine große

! Blas Dir mal meine alte Feder zu, die hat auch losgelassen und tanzt auf dem Wasser.
AnnSophie.