Zwangsvorstellungen
Verfasst: 31. Oktober 2009, 20:13
Ihr Lieben
ich bin erst seit kurzer Zeit in diesem Forum und habe schon reichlich Anregungen hierdurch erfahren.
Heute möchte ich Euch von meinem aktuellen Projekt berichten, es geht um die Erkrankung meiner Tochter, die vor vier Jahren sichtlich ihren Anfang nahm.
Ihre Hochzeit platzte wenige Tage vor der geplanten Eheschließung. Sie wurde depressiv und ängstlich. Ein Jahr später: Ein neuer Mann, mit ihr ging es wieder bergauf. Kurz darauf heiratete sie ihn und wurde krank. Sie entwickelte Ängste unbegreiflichen Ausmaßes und sehr schwer nachvollziehbar für ihre Umwelt und sie entwickelte Schuldgefühle, die ebenfalls nicht nachvollziehbar waren. Sie kramte in ihren Erinnerungen und jeder kleine "Fehltritt" ihres kurzen Lebens wurde zu einer "folgenschweren Sünde". Sie fuhr z.B. mit ihrem Auto durch eine Straße, sah eine Mutter mit kleinem Kind an der Hand am Straßenrand stehen, die ihrer Meinung nach entsetzt schaute, und zwei Minuten später - sie war ja mittlerweile schon ein gutes Stück weitergefahren - musste sie zurückfahren - dorthin, wo sie die Mutter mit Kind gesehen hatte, weil sie befürchtete, sie hätte das Kind unbemerkt angefahren. Da sie dann dort - natürlich - keinen Unfallwagen vorfand, klapperte sie dann alle Krankenhäuser in der Umgebung ab, um sich zu erkundigen, ob ein kleines, überfahrenes Kind eingeliefert worden sei. Trotz der negativen Auskünfte, die sie in den Krankenhäusern erhielt, konnte sie das Thema für Wochen nicht loslassen. Das nur als kurze Beschreibung ihres damaligen Zustandes.
Mittlerweile hat sie einen geplanten Selbstmordversuch und zwei Klinikaufenthalte hinter sich, erst letztes Jahr, bekam sie dann ihre Diagnose: Zwangsvorstellungen, die lt. Psychiatrie zum schizophrenen Formenkreis gehören und als nicht heilbar gelten.
Mittlerweile hat sich - während eines Klinikaufenthaltes - ihr Mann von ihr getrennt (was ich sehr begrüße) und ihr Arbeitgeber hat ihr gekündigt. Sie wohnt vorübergehend bei ihrer Schwester in meiner Nähe und nun - endlich - darf ich sie behandeln.
Ihre Pulse sagten: Magen- und Blasenstrom. Ich bekam keinen Puls. Die ersten zwei Wochen habe ich nur ihren Finger-/Zehen-Strom gehalten (um ihren Architekten, die 6. Tiefe anzuregen) und danach die 1. und 4. Tiefe. Den ersten Griff des Hauptzentralstromes hält sie sich mittlerweile selber, ebenso die Kurzgriffe für den Magenstrom. Mittlerweile ströme ich ihr den Magen- und Blasenstrom und es ist einfach wundervoll zu erleben, wie mein Kind aufblüht. Auch ihre Daumen und den Zeigefinder hält sie sich nun selber.
Obwohl ich sie nun schon in der 4. Woche täglich einmal ströme, laufen alle Ströme noch recht schwach.
Dennoch: Sie sagt, ihre Schuldgefühle haben sich vollends in Luft aufgelöst (ja, ja, der Magenstrom löst ja alle unsere Konzepte) und sie weiß noch nicht, wie sie das ihrem Psychiater erklären soll, der von alternativen Heilmethoden keinen Schimmer hat. Ich bin natürlich für die Wahrheit!!
Ihre Ängste haben sich auch spürbar verbessert. Klar, hat sie jetzt viele Sorgen, sie muss sich um ihre Scheidung kümmern, um eine eigene neue Wohnung, um einen neuen Arbeitsplatz. Vor einem Monat hätte ich mir nicht träumen lassen, dass mein Kind wieder wird arbeiten können. Heute weiß ich, sie schafft das.
Jeden morgen kommt sie fröhlich zu mir gehüpft und legt sich auf die Liege. Ich bin soooo froh, dass ich ihr helfen kann bzw. darf. Das ist ja bei den eigenen Kindern nicht immer so einfach.
Vor vier Wochen war ich bereit mir psychologische Unterstützung zu holen um mich coachen zu lassen. Diesen Termin habe ich glücklich wieder storniert.
Ich stehe noch am Anfang mit diesem Projekt und werde wohl noch lange mit ihr arbeiten. Aber diese ersten Erfolge sind ja schon für sich genommen einfach überwältigend, nicht wahr?
An dieser Erfahrung wollte ich Euch teilhaben lassen und Euch gleichzeitig fragen: Hat jemand von Euch Heil-Erfahrungen mit psychisch Kranken gemacht?
Ganz lieben Gruß und ein schönes Wochenende noch,
Satyarti
ich bin erst seit kurzer Zeit in diesem Forum und habe schon reichlich Anregungen hierdurch erfahren.
Heute möchte ich Euch von meinem aktuellen Projekt berichten, es geht um die Erkrankung meiner Tochter, die vor vier Jahren sichtlich ihren Anfang nahm.
Ihre Hochzeit platzte wenige Tage vor der geplanten Eheschließung. Sie wurde depressiv und ängstlich. Ein Jahr später: Ein neuer Mann, mit ihr ging es wieder bergauf. Kurz darauf heiratete sie ihn und wurde krank. Sie entwickelte Ängste unbegreiflichen Ausmaßes und sehr schwer nachvollziehbar für ihre Umwelt und sie entwickelte Schuldgefühle, die ebenfalls nicht nachvollziehbar waren. Sie kramte in ihren Erinnerungen und jeder kleine "Fehltritt" ihres kurzen Lebens wurde zu einer "folgenschweren Sünde". Sie fuhr z.B. mit ihrem Auto durch eine Straße, sah eine Mutter mit kleinem Kind an der Hand am Straßenrand stehen, die ihrer Meinung nach entsetzt schaute, und zwei Minuten später - sie war ja mittlerweile schon ein gutes Stück weitergefahren - musste sie zurückfahren - dorthin, wo sie die Mutter mit Kind gesehen hatte, weil sie befürchtete, sie hätte das Kind unbemerkt angefahren. Da sie dann dort - natürlich - keinen Unfallwagen vorfand, klapperte sie dann alle Krankenhäuser in der Umgebung ab, um sich zu erkundigen, ob ein kleines, überfahrenes Kind eingeliefert worden sei. Trotz der negativen Auskünfte, die sie in den Krankenhäusern erhielt, konnte sie das Thema für Wochen nicht loslassen. Das nur als kurze Beschreibung ihres damaligen Zustandes.
Mittlerweile hat sie einen geplanten Selbstmordversuch und zwei Klinikaufenthalte hinter sich, erst letztes Jahr, bekam sie dann ihre Diagnose: Zwangsvorstellungen, die lt. Psychiatrie zum schizophrenen Formenkreis gehören und als nicht heilbar gelten.
Mittlerweile hat sich - während eines Klinikaufenthaltes - ihr Mann von ihr getrennt (was ich sehr begrüße) und ihr Arbeitgeber hat ihr gekündigt. Sie wohnt vorübergehend bei ihrer Schwester in meiner Nähe und nun - endlich - darf ich sie behandeln.
Ihre Pulse sagten: Magen- und Blasenstrom. Ich bekam keinen Puls. Die ersten zwei Wochen habe ich nur ihren Finger-/Zehen-Strom gehalten (um ihren Architekten, die 6. Tiefe anzuregen) und danach die 1. und 4. Tiefe. Den ersten Griff des Hauptzentralstromes hält sie sich mittlerweile selber, ebenso die Kurzgriffe für den Magenstrom. Mittlerweile ströme ich ihr den Magen- und Blasenstrom und es ist einfach wundervoll zu erleben, wie mein Kind aufblüht. Auch ihre Daumen und den Zeigefinder hält sie sich nun selber.
Obwohl ich sie nun schon in der 4. Woche täglich einmal ströme, laufen alle Ströme noch recht schwach.
Dennoch: Sie sagt, ihre Schuldgefühle haben sich vollends in Luft aufgelöst (ja, ja, der Magenstrom löst ja alle unsere Konzepte) und sie weiß noch nicht, wie sie das ihrem Psychiater erklären soll, der von alternativen Heilmethoden keinen Schimmer hat. Ich bin natürlich für die Wahrheit!!
Ihre Ängste haben sich auch spürbar verbessert. Klar, hat sie jetzt viele Sorgen, sie muss sich um ihre Scheidung kümmern, um eine eigene neue Wohnung, um einen neuen Arbeitsplatz. Vor einem Monat hätte ich mir nicht träumen lassen, dass mein Kind wieder wird arbeiten können. Heute weiß ich, sie schafft das.
Jeden morgen kommt sie fröhlich zu mir gehüpft und legt sich auf die Liege. Ich bin soooo froh, dass ich ihr helfen kann bzw. darf. Das ist ja bei den eigenen Kindern nicht immer so einfach.
Vor vier Wochen war ich bereit mir psychologische Unterstützung zu holen um mich coachen zu lassen. Diesen Termin habe ich glücklich wieder storniert.
Ich stehe noch am Anfang mit diesem Projekt und werde wohl noch lange mit ihr arbeiten. Aber diese ersten Erfolge sind ja schon für sich genommen einfach überwältigend, nicht wahr?
An dieser Erfahrung wollte ich Euch teilhaben lassen und Euch gleichzeitig fragen: Hat jemand von Euch Heil-Erfahrungen mit psychisch Kranken gemacht?
Ganz lieben Gruß und ein schönes Wochenende noch,
Satyarti