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Rezept Früchtebrot (vom Strömtreffen)

Verfasst: 1. November 2011, 09:58
von *gnomi*
Hallo ihr Lieben,

hier kommt - mit erkältungsbedingter Verspätung - noch das Früchtebrotrezept.
Nicht erschrecken, das ist die große Portion... das Rezept kann man natürlich auch vierteln oder so, aber bei mir würde es dann nie bis Weihnachten reichen. Außerdem sind die Laibchen immer ein nettes Geschenkchen im Advent, so mit Schleife und selbsgebasteltem Stern :)

Hefeteig:
2,5 kg Mehl (z.B. 1kg Roggen, 1,5 kg Dinkel; in Klammern schreib ich einfach immer, wie ich es dieses Jahr gemacht hab)
4 Würfel Hefe
20 g Zimt
Piment, Nelken, Kardamom. Muskat, Ingwer, nach Geschmack
250 g Zucker
Schale von 2 Zitronen
etwas Salz

4-5 kg Trockenfrüchte
(bei mir dieses Jahr: 1000g Feigen, 1000g Pflaumen, 600g Cranberries, 500g Sultaninen, 250g Apfelringe, 500g Aprikosen, 400g Datteln)
lt. Rezept 150g Orangeat, 150 g Zitronat (ich nehme stattdessen die gleiche Menge kandierten Ingwer, schmeckt mir besser)
1 kg Nüsse (600g Mandeln, 400g Paranüsse)

Am Abend vorher:
Korinthen, Sultaninen, Cranberries in Rum oder Schnaps einweichen.
Trockenfrüchte schneiden und mit Rotwein oder Wasser oder einer Mischung aus beidem weichkochen, aber so, dass sie noch etwas Biss haben (im Rezept steht 20 Minuten kochen, ich denke das gilt vielleicht für selbstgetrocknetes. Beim gekauften reicht meiner Erfahrung nach einmal kurz aufkochen und 10 min. stehen lassen, sonst hat man Matsch...). Früchte abgießen und gut abtropfen lassen (über Nacht) und "Schnitzbrühe" auffangen.
Mandeln mit kochendem Wasser überbrühen und pellen
Andere Nüsse in Wasser einweichen.

Mit einem Teil der erkalteten Schnitzbrühe, der Hefe, etwas Zucker und Mehl einen Vorteig machen, gehen lassen bis er gut blubbert. Den Hefeteig mit restl Mehl, Zucker und Schnitzbrühe (+evtl Wasser) fertigstellen, er sollte die Konsistenz wie ein Brotteig haben.Eventuell einige Mandeln und Sultaninen/Cranberries zum Verzieren aussortieren. Die restlichen Zutaten untermengen und gut durchmischen, dabei die Früchte nicht zerdrücken (tja, steht so im Rezept. Wenns jemand schafft alles unterzumischen, ohne die weicheren Früchte zu zerdrücken, möcht ich gerne wissen, wie das geht ;) )
Den Teig gehen lassen.
(Wenn zu diesem Zeitpunkt die Küche ein bisschen aussieht als hätte ne Bombe eingeschlagen macht ihr sicher alles richtig...)

Mit nassen Händen Laibchen formen und aufs Blech legen (Backpapier!), nochmal etwas gehen lassen, verzieren und bei 180° ca 40-50 Minuten Backen, je nach Größe der Laibchen.

Gut auskühlen lassen (24 Stunden) und einzeln in Klarsichtfolie einwickeln.
Schmeckt am besten, wenns mindetens 2 Wochen liegt, und hält sich monatelang.

Bild
hübsch, gell?

Viel Spaß wünscht
gnomi

Re: Rezept Frühtebrot (vom Strömtreffen)

Verfasst: 1. November 2011, 10:28
von Kampfkarpfen
Hallo Gnommi,

toll das du noch daran gedacht hast. Ich kann nur bestätigen das es super schmeckt.

Da zur Zeit ja auch Quittenzeit ist ergänze ich hier gerne mit dem Rezept für Quittenbrot. Schon im Mittelalter wurde es als Konfekt gerreicht. nicht an die Kalorien denken sondern einfach mal genießen.

Wenn man Quittengelee macht hat man hinterher doch immer die verkochten Quitten. Die sind zum wegwerfen viel zu schade. Drückt einfach den Saft gut aus und wiegt dann die Früchte ab. Genausoviel Zucker gebt ihr dazu und kocht das ganze unter rühren ca 1 Std ein. Danach mit Zitronenschale, Zimmt, Koriander, Kardamom und Ingwer würzen.Dann auf mit Backpaier belegte Bleche ca 1cm dich verteilen und 3 Tage bei Raumtemperatur trocknen lassen.
Wenn es getrocknet ist könnt ihr Austechler machen oder das ganze einfach in kleine Rauten schneiden. Dann mit Zucker panieren und vernaschen.

Re: Rezept Frühtebrot (vom Strömtreffen)

Verfasst: 1. November 2011, 16:19
von optimistin
Hallo gnomi,
vielen Dank für das Rezept vom Früchtebrot. Ich habe es zwar nicht probiert, werde es aber auf jeden Fall ausprobieren. Sieht sooo lecker aus auf dem Foto.
lg von opti

Re: Rezept Frühtebrot (vom Strömtreffen)

Verfasst: 1. November 2011, 19:19
von Cécile
Kampfkarpfen hat geschrieben:....Wenn man Quittengelee macht hat man hinterher doch immer die verkochten Quitten. Die sind zum wegwerfen viel zu schade. Drückt einfach den Saft gut aus und wiegt dann die Früchte ab. Genausoviel Zucker gebt ihr dazu und kocht das ganze unter rühren ca 1 Std ein. Danach mit Zitronenschale, Zimmt, Koriander, Kardamom und Ingwer würzen.Dann auf mit Backpaier belegte Bleche ca 1cm dich verteilen und 3 Tage bei Raumtemperatur trocknen lassen....
Ich liiiiiebe Quitten, allein schon wegen dem Duft . . . ich lege immer einige Quitten in eine Schale und lasse sie so die Räume beduften . . .

Zu dem Quittenbrot noch eine Anmerkung: Die gekochten Quitten, nachdem der Saft abgetropft ist, unbedingt durch ein Sieb streichen, am einfachsten geht das mit der Flotten Lotte, dann abwiegen und die gleiche Menge Zucker dazu, dann alles einkochen lassen. Ich nehme keine zusätzlichen Aromageber, ich gebe nur zum Schluss ganz wenig Zitronen- oder Limettensaft zu, außerdem: je länger die Kochzeit desto rötlicher wird das Gelee.
Und wenn man die Paste dann auf das mit Backpapier ausgelegte Blech streicht, unbedingt vorher das Papier einölen, wenn man normales Pergament nimmt.
In Spanien heißt das Konfekt übrigens Membrillo und wird zu Käse gereicht, in Frankreich heißt es Pâte de Coing und gehört zu den traditionellen Weihnachtsdesserts in der Provence.
Ich bekenne mich als süchtig auf dieses Zeug . . . und zu allem Überdruss ist das auch noch die Zeit der Marrons Glacés . . . dann bin ich verloren!

LG
Britta

Re: Rezept Früchtebrot (vom Strömtreffen)

Verfasst: 2. November 2011, 16:33
von ~Mieko~
Feiiiiin!! Danke gnomi! : 26

Na dann muss ich mich ja nur noch entscheiden ob ich für das Rezept den Wäschezuber oder gleich die Badewanne nehme ..... : 19

Mieko (*derdaswasserimmundzusammenläuft*)