moorhexe hat geschrieben:
ich habe den eindruck, als wolltest du auch das loslassen kontrollieren.
(bin eine ehemalige coabhängige)
Wenn's kompliziert zu werden scheint und auch Gefühlchaos sich breit macht, liebe Renate, dann kehre zurück zur Einfachheit, d.h. dem Halten der Finger oder Zehen und lass' es zu, dass Gott das, was DEINS ist bzw. zu Dir gehört, schon richten wird. Das Ego, dieses Wollen, ruhig etwas beiseite stellen und sich schrittweise (oder meinetwegen auch tageweise, wie Moorhexe schon erwähnt hat im Zusammenhang mit den AA) darauf einlassen,
zu vertrauen.
Zur Co-Abhängigkeit:
Es ist wunderbar, sich mit Menschen zu verbinden. Nur wenn man das Eigene dabei aus den Augen verliert und Hilfe und Unterstützung nur von denjenigen erwartet, auf die man sich festgelegt hat (ich nenne das Andocken oder am Nabel (nicht an der Nadel, das wäre dann eine andere Sucht) eines "Hilfs-Ichs" hängen, dann kann es passieren, dass man sich auch schnell mal darin verwickelt oder verfängt und zum Schluss darüber enttäuscht ist, wenn's denn nicht so geschiet, wie man sich das dachte.
Deine persönliche Ausrichtung, Dein Wunsch zu heilen, ist ausschlaggebend, und wieder ist es Gott (oder die göttliche Führung), der das Tempo vorgibt, was Dich insgeheim vielleicht wütend macht (Ungeduld). Deine Ausrichtung ist Deine Zielvorgabe, - der "Autopolit" sozusagen (das Unterbewusstsein) macht das dann schon. Petra Schneider schreibt in ihrem Buch "Vom Leid zur Glückseligkeit", dass dies geschieht, geschehen kann, "egal, wie dumm man sich dabei anstellen mag." Ich finde diese Aussage sehr ermutigend und lässt die angesteuerte Heilung leicht erscheinen,
womit wir wieder beim Glück und bei der Leichtigkeit des Wesens/Lebens angekommen wären.
Dein Befinden, Deine Symptome, Deine Gefühlslage bringen Dich nicht in Gefahr, liebe Renate. Sie führen Dich in die Heilung.
Und zum Schluss noch ein Tipp: Es ist sehr hilfreich, seine Aufmerksamt auf die kleinen Freuden im Alltag zu richten. Der Fokus verändert sich einfach dadurch. Dazu hilft ein kleiner Tages-/Taschenkalender. in dem man die winzigen Freudedetails einträgt und es schwarz auf weiß hat, dass es auch trotz des Unbehagens Highlights gibt. So können einem eigene Sichtweisen und Veränderungen auffallen.
Liebe Grüße
Rose
Ringfinger für's Loslassen (lass' es einfach laufen, Renate)
Kleiner Finger gegen die Über-Bemühung
Daumen für's Urvertrauen
...Aber Du kennst doch bereits die einzelnen Funktionen der Finger, oder
