Nach dem Strömen "völlig kaputt?"

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leonard
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Re: Nach dem Strömen "völlig kaputt?"

Beitrag von leonard »

Ich gebe Kodo recht, auch ich habe schon daran gedacht, ob das Thema nicht verschoben werden soll - ich hab es jetzt einfach mal gemacht.

Im internen Bereich tu ich mir auch leichter, das hier zu schreiben:

Jeder Lehrer hat seine eigene Sicht mit eigenen Nuancen auf die Kunst Jin Shin Jyutsu. Wie Varina völlig richtig schreibt, gibt es da kein gut und kein schlecht.

Warum soll sich ein Praktiker da von "seinem" Lehrer nicht auch emanzipieren und seinen etwas eigenen Weg gehen?

Hier im internen Bereich kann ich jetzt vielleicht eher nochmals auf meine erste Antwort hier im Thread eingehen:

Auch ich habe bei allen Lehrern bisher (Philomena war nicht dabei) den Abschlussgriff (welchen auch immer) als ganz selbstverständlichen Bestandteil einer Jin Shin Jyutsu - Behandlung gelernt.
Die einzige Ausnahme hierbei war wie gesagt Birgitta, die uns sehr deutlich dazu aufgefordert hat, hierbei auf unsere innere Stimme zu hören, ob ein Abschlussgriff gerade jetzt angebracht ist oder nicht.
Mir kam diese Einstellung sinnvoll vor, deshalb habe ich sie verinnerlicht.

Interessanterweise (bitte korrigiert mich, wenn ich falsch informiert bin) war Philomena die Mentorin von Birgitta.

Wenn ich zum Beispiel mit meiner Frau, die Jin Shin Jyutsu auch gut kennt, ströme (also sie ströme oder von ihr geströmt werde), sagen wir uns am Ende des Stromes gegenseitig "bitte mach einen Abschluss" oder "lass den Abschluss bitte weg". Das kann man von einem weniger bewanderten Klienten natürlich nicht verlangen, ist schon klar ;)

Vielleicht geht die Diskussion um Abschlussgriff "pro und contra" am ursprünglichen Thema ja etwas vorbei.
Vielleicht aber auch nicht... Du hast den Fokus ja selbst wieder darauf gerichtet, Phipou.

Mein Fazit ist: lass Philomena ihren weg gehen und gehe Du Deinen - Du hast die Ausbildung, die Erfahrung und das Einfühlungsvermögen dazu.
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Nirbheeti
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Re: Nach dem Strömen "völlig kaputt?"

Beitrag von Nirbheeti »

Lieber Phipou,

ich habe meine ersten drei 5TK 1990/91 bei Philomena in Deutschland gemacht. Aber erst vor etwa 1 Jahr habe ich diesen ausführlichen Abschluss bei Jill gelernt. Statt dessen hat Philomena damals immer wieder die Kombination Niere-Leber-Milzstrom betont. Das gehörte dann 15 Jahre lang zu meiner JSJ-Grundausstattung. Betont sie das heute auch noch so? Wenn nicht, haben wir den schlagenden Beweis, dass sich auch Lehrer verändern! Oder die Schüler? Denn vielleicht hab ich es immer wieder rausgehört, weil ich's brauchte? - Man kann eben nicht zweimal in den gleichen Fluss steigen, weil das Wasser von vorhin nun schon vorbeigeflossen ist.

Neulich habe ich meine Aufzeichnungen von Philomena noch einmal durchgelesen und fand an mehreren Stellen den Hinweis, dem, was man angeschoben hat, auch Zeit zum Integrieren zu geben. Sonst wird es überdeckt und kommt nicht zum Tragen - das ist jetzt meine Ausdrucksweise.

Zum Schlafdefizit: Als ich mit JSJ anfing, war ich so schwach, dass ich im Haus die Treppen ins Obergeschoss gemieden habe. Einmal bin ich in einer Position eingeschlafen und nach 8 Stunden in der gleichen Position wieder aufgewacht. So was passiert mir in geringerem Ausmaß z. Zt beim Strömen von UuZ 4. Tiefe. Allerdings fühlt sich das nicht wie normales Aufwachen an, sondern eher wie ein Auftauchen aus ich weiß nicht welchen Tiefen.

Für deinen Klienten: Mir ist noch so durch den Kopf gegangen, dass die Spezialströme "sehr irdische" Ströme sind und vielleicht den Übergang aus dem Entspannungsmodus in die Außenwelt mitgestalten können. Bei einer Freundin, die an Demenz und Makuladegeneration erkrankt ist, war heute der 4er-Griff aus Shb 2 und dann noch die 7en überkreuz der Abschluss. Und sie nahmen einfach die beiden Themen auf ihrer Ebene noch mal auf. Es war also kein neuer Input. Hat jemand damit mehr Erfahrung und kann das bestätigen?

Lieben Gruß und weiter Erfolg bei deinem Klienten und für dich!
Nirbheeti
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Mandala
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Re: Nach dem Strömen "völlig kaputt?"

Beitrag von Mandala »

Hallo Phipou,

wochenlang war ich selber immer wirklich unangenehm müde und erschöpft nach dem Strömen. Dabei war es egal ob ich selber mich strömte oder geströmt wurde und auch gleich mit welchem Strom... eigentlich wollte ich aufgeben, denn es war mir einfach sehr fordernd... bist mir bewusst wurde, dass die damit einhergehenden Umsetzungsprozesse den oft verborgenen tiefsten Tiefen entstammen und unbemerkt wirkend weil nicht immer im Detail wahrgenommen halt eben einfach ihre Zeit brauchen.

An diesem Zeitpunkt der Erkenntniss "flog" mir der HZS zu, den ich vorher nicht so gerne geströmt hatte, weil zu lang und ich zu kribbelig und überhaupt... - doch siehe da, er ist bis heute bei mir der Strom der Wahl, weil er immer wieder genau bis hinein in die tiefsten Tiefen der Tiefen die Versorgung bereitstellt...

Vielleicht gibst Du den Strom mal als Selbsthilfehausaufgabe auf oder zeigst ihn...

Können am Anfang auch einzelne Sequenzen als Etappenschritte angeboten werden, falls er komplett zu lang ist.

Lg Mandala
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Varina
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Re: Nach dem Strömen "völlig kaputt?"

Beitrag von Varina »

leonard hat geschrieben:(Philomena war nicht dabei)
Hi Leo!

Für mich ist Philomene a Hammer, wie man dass bei uns so sagt.
Kann dir nur ein Kurs mit ihr empfehlen! :mrgreen:

lg

Varina
Lieber Gruß von
Varina

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Phipou
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Re: Nach dem Strömen "völlig kaputt?"

Beitrag von Phipou »

Liebe Freunde,

Ich bin sehr dankbar für alle Beiträge und Antworten, und werde versuchen, meine Beweggründe noch ein bisschen deutlicher zu machen. Und es ist schon richtig, dass auch ich mich im Rahmen eines internen Themas freier ausdrücken kann.
Natürlich ist mir bewusst zum Einen, dass sich selbst die Lehrer mit den Jahren weiterentwickeln (müssen), aber vielleicht ist da dennoch ein wenig zu viel Respekt bei mir vorhanden. Philomena ist wirklich ein Hammer, wie Varina so schön geschrieben hat, und eine so starke Persönlichkeit, dass ich immer wieder in Versuchung gerate, alles genau so zu tun, wie sie's sagt. Selbst wenn ich weiss, dass auch sie nicht perfekt ist, bzw. sich eben auch weiterentwickelt. Die Versuchung ist dann wohl für mich gross, quasi eine Abkürzung zu suchen, und Dinge, die aus ihrer grossen Erfahrung stammen, direkt übernehmen zu wollen. (Das geht mir aber auch bei anderen Lehrern so).

Zum Anderen ist mir der Anspruch des JSJ als Kunst im Gegensatz zur Technik wohl bekannt. Dennoch, meiner Ansicht nach lässt sich keine Kunst ohne jegliche technische Grundlage ausüben - daher ja auch die Kurse und Texte. Es geht wohl für mich vielmehr darum, die Gratwanderung zwischen den beiden zu begehen, und herauszuarbeiten, wo ich mich auf meine Intuition (oder Eingebung) stützen kann und will, oder doch lieber auf eine aus jahrzehntelanger Erfahrung stammenden Vorgehensweise greifen möchte, und weshalb. Dieses Dilemma begegnet mir viel eher, wenn ein Klient mit einem grösseren Projekt ringt, und kommt aus dem Impuls heraus, ihm bestmöglichst helfen zu wollen. Dieser Impuls und der Wunsch, es 'richtig' zu machen, sind bei mir stark vorhanden, obschon ich mir auch immer wieder vergegenwärtige, dass mir hier mein Ego in die Quere kommt, dass ich aus dem 'Tun' statt aus dem 'Sein' handle.

Es gibt noch einen weiteren Aspekt: Etwa 10 meiner Freunde und Bekannten, die zum ersten Mal von einem bestimmten Praktiker geströmt werden, sind ausnahmslos völlig begeistert und wollen nie mehr zu jemand anderem gehen - selbst wenn sie zuvor zu anderen Praktikern gegangen sind, und sie monatelang auf einen Termin warten müssen. Ich bin nicht neidisch, sehr wohl aber neugierig! Was mag da dahinter stecken? Ich glaube nicht, dass es ausschliesslich eine Frage der Person sein kann, sondern dass es etwas in seinem Vorgehen gibt, was so viele Leute überzeugt. Wenn ja, könnte dies bis zu einem gewissen Grad vermittelt werden (zum Wohle von allen, wie ja Mary auch Änderungen bei Jiro Murai vorgenommen hat), oder ist er einfach ein genialer Künstler? Ich weiss, ich weiss, das ist nicht im Sinne von Jin Shin Jyutsu...Es bestünde vielleicht die Gefahr, der 'Vertechnisierung' von JSJ. Ist dies vergleichbar mit dem Erfolg von Waltrauds Buch, von dem ich immer wieder im Ström-Forum lese? Was denkt ihr dazu?? Wie ihr seht, sind meine Gedanken hierzu leider nicht besonders klar.
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Kodo
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Re: Nach dem Strömen "völlig kaputt?"

Beitrag von Kodo »

Phipou hat geschrieben: Es geht wohl für mich (...) darum, (...) herauszuarbeiten, wo ich mich auf meine Intuition (...) stützen kann und will, oder doch lieber auf eine aus jahrzehntelanger Erfahrung stammenden Vorgehensweise greifen möchte, und weshalb. Dieses Dilemma begegnet mir (...), wenn ein Klient mit einem grösseren Projekt ringt, und kommt aus dem Impuls heraus, ihm bestmöglichst helfen zu wollen. Dieser Impuls und der Wunsch, es 'richtig' zu machen, sind bei mir stark vorhanden, obschon ich mir auch immer wieder vergegenwärtige, dass mir hier mein Ego in die Quere kommt, dass ich aus dem 'Tun' statt aus dem 'Sein' handle.

(...) Etwa 10 meiner Freunde und Bekannten, die zum ersten Mal von einem bestimmten Praktiker geströmt werden, sind ausnahmslos völlig begeistert und wollen nie mehr zu jemand anderem gehen - selbst wenn sie zuvor zu anderen Praktikern gegangen sind, und sie monatelang auf einen Termin warten müssen. (...) Was mag da dahinter stecken? Ich glaube nicht, dass es ausschliesslich eine Frage der Person sein kann, sondern dass es etwas in seinem Vorgehen gibt, was so viele Leute überzeugt. Wenn ja, könnte dies bis zu einem gewissen Grad vermittelt werden (...), oder ist er einfach ein genialer Künstler? (...) Was denkt ihr dazu??
Lieber phipou,

ich roll das mal von unten auf, ja? Die Begeisterung Deiner Bekannten rührt wahrscheinlich aus einer Kombination von allem her ... das kenne ich auch. Charismatische Persönlichkeiten, die das Feuer der Begeisterung entfachen können, sind in gewisser Weise "ansteckend".

Dann das "Ego". Ohne Ego würdest Du nicht für Dich selbst sorgen, meine ich. Die allgegenwärtige Verteufelung des "Ego" trübt den Blick dafür, dass es wichtig ist, um bestmöglich zu überleben.
Der unliebsame Aspekt von "Ego" ist imho wohl der, wenn Menschen beginnen, sich selbst und anderen etwas vorzumachen, zu tricksen, zu blenden etc. Aufgrund Deiner postings hier schätze ich Dich so ein, dass Du ganz bestimmt kein solcher "Ego-ist" bist, sondern ehrlich Dir selbst und anderen gegenüber.

Warum sagst Du Dir nicht einfach: Ich tue es, so gut ich kann. Ich gebe mein Bestes, jetzt.
Mag sein, in der Rückschau betrachtet, sieht es nach "Bemühen" aus, (kleiner Finger^^), aber in dem Moment, da Du handelst, tust Du, was Du in diesem Moment am allerbesten kannst.


Liebe Grüße,

die Kodo
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習うより慣れろ。
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Nirbheeti
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Re: Nach dem Strömen "völlig kaputt?"

Beitrag von Nirbheeti »

Lieber Phipou,

erst mal : 26,
dass du diese Fragen wälzt,
sie auch nicht bei dir behältst,
sondern sie hier ins Forum s t e l l s t !
----------------
Das hat sich eben ganz aus Versehen
rhythmisiert, gereimt, ließ die Form entstehen.
Das ging ratzfatz. Die Freude will raus.

So verkneif ich mir alle Philosophie.
Nur eins noch:
Philomena wird keiner nicht nie.

Lieben Gruß dir!
Nirbheeti
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Phipou
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Re: Nach dem Strömen "völlig kaputt?"

Beitrag von Phipou »

Liebe Kodo, liebe Nirbheeti,

Vielen Dank, dass ihr euch die Zeit genommen habt, durch meine lange Nachricht zu wühlen, und danke für eure Antworten, die helfen mir. Es kommt mir so vor, als ob das Schreiben dieser langen Nachricht mir verholfen hat, mir einiges klarer zu sehen.
Ich bin sehr dankbar, dass es dieses Forum und diese tolle Gemeinschaft gibt!
: 26

Was mir zum Thema Technik gegen Kunst heute noch eingefallen ist: Mary soll (laut Pat vom Scottsdale office) jede Behandlung mit dem SES 15 Strom begonnen haben. Und wenn meine Notizen stimmen, beginnt auch Kato Sensei jede Behandlung gleich. Es schliessen sich diese beiden Pole offensichtlich nicht aus!

Viele lieben Grüße!
Phipou
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leonard
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Re: Nach dem Strömen "völlig kaputt?"

Beitrag von leonard »

Phipou hat geschrieben:Ist dies vergleichbar mit dem Erfolg von Waltrauds Buch, von dem ich immer wieder im Ström-Forum lese? Was denkt ihr dazu??
Huhu Phipou, kannst Du diese Frage ein bischen erläutern? Ehrlich gesagt verstehe ich sie nicht :D

Kennst Du Waltrauds Buch garnicht? Hat man in den USA nicht die Möglichkeit, es über Amazon oder so zu bekommen?

Viele Grüße, leo
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Nirbheeti
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Re: Nach dem Strömen "völlig kaputt?"

Beitrag von Nirbheeti »

Lieber Phipou,

ich habe im öffentlichen Bereich unter "Erfahrungen beim Heilströmen" ein neues Thema erstellt: Wurzeln im Himmel (Shb 3, S. 1. Wie man das verlinkt, weiß ich nicht. :oops: ).
Zitat:
Durch die
Physio-Philosophie, Bewusstsein (awareness) Meiner Selbst (die Wurzeln), durch die
Physio-Psychologie, Verständnis Meiner Selbst (der Stamm), wird die
Physio-Physiologie, die einfache Anwendung der Technik (die Früchte)
für Mich Selbst verfügbar.

Der Physiologie, also dem Körperlichen, ordnet Mary die Anwendung der Technik zu. Für mich zeigt das dreimalige "Physio-" vor den Ebenen von Philosophie, Psychologie und Physiologie, dass der Körper als Erkenntnismöglichkeit des Menschen immer mit dabei ist. Es gibt keinen Gegensatz zwischen der "Technik" und der "Kunst" des Jin Shin Jyutsu. Die "Technik" ist ein Teilbereich des Bewusstseins und des Verstehens Meiner Selbst. Aus dem Bewusstsein und Verständnis ergibt sich dann ganz von selbst "die einfache Anwendung der Technik". Die "Kunst" besteht darin, dass die "Technik" während der Anwendung (möglichst) immer mit dem Bewusstsein und dem Verständnis verbunden bleibt: Meditative Präsenz beim Strömen.


Es wird die meditative Präsenz des JSJ-Praktikers sein, die die Leute anzieht. Die entsteht bei jedem in seiner eigenen Ausprägung und ist wesentlich für die Arbeit mit dem Starthilfekabel. Von jedem Lehrer kannst du getrost die vermittelten Techniken übernehmen. Während du damit deine Erfahrungen machst, wächst dein Verständnis und dein Einblick in die größeren Zusammenhänge. Das wird immer unverwechselbar sein. Und die Erfahrung der verschiedenen Lehrer und jeder mit einer anderen Art der Präsenz wird auch einfach einfließen. Mach dir keinen Kopp draus, du kannst eh nur du selber werden.

Nicht nur wenn ich bei schweren Etiketten ströme, bitte ich darum, : 13 dass in dieser Sitzung alles geschehen möge, was möglich ist oder geschehen soll. Achtung Technik!: Dabei neige ich den Kopf so, dass die 12 sich entspannt öffnen kann (Technik Ende), so dass ich das Geschenk entgegennehmen und weiterleiten kann. Dann weiß ich mich und den Menschen, den ich ströme, gut aufgehoben.

Lieben Gruß dir!
Nirbheeti
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Phipou
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Re: Nach dem Strömen "völlig kaputt?"

Beitrag von Phipou »

leonard hat geschrieben:Huhu Phipou, kannst Du diese Frage ein bischen erläutern? Ehrlich gesagt verstehe ich sie nicht
Lieber Leonard,

Es fiel mir auf, dass Waltrauds Buch anscheinend weitaus am meisten Erfolg und die grösste Leserschaft hat. Ob sich dieser Erfolg in ihrer Praxis wiederspiegelt weiss ich natürlich nicht, aber wenn ja, wäre die Parallele zu dem Praktiker hier in New York gegeben, und damit meine Neugierde/Frage, ob sich Teil dieses Erfolges aus deren Vorgehensweise ("Technik") ergibt, und sich nicht etwas davon vermitteln ließe. (Ich denke, dass ich mich ursprünglich wohl etwas unbewusst daran gestossen habe, dass manche Lehrer den Aspekt der Technik völlig abstreiten, und nur von der Kunst reden).

Aber ich komme mehr und mehr zu dem Schluss, dass dies nicht möglich ist - genausowenig, wie sich Technik und Kunst trennen lassen. Nirbheeti, Du hat dies wunderschön ausgedrückt - vielen Dank dafür!

Liebe Grüße,
Phipou
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Nirbheeti
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Re: Nach dem Strömen "völlig kaputt?"

Beitrag von Nirbheeti »

Lieber Phipou,

das Tolle ist, dass mich jemand wie du z. B. anstößt und es sich dann beim Formulieren für mich klärt. So tut jeder seine Schritte für sich und doch gehen wir gemeinsam weiter. Aber das hast du auf deine Art ja auch schon erfahren und ausgedrückt: dass du formuliert hast, damit wir verstehen, und es dir dabei klare geworden ist.

Ist das nicht wunderschön, zum Wundern schön?

Alles Liebe!
Nirbheeti
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leonard
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Re: Nach dem Strömen "völlig kaputt?"

Beitrag von leonard »

ah Phipou, jetzt verstehe ich, wie Du das mit dem wrk-Buch meinst.

Das Buch ist in der Tat ein sehr gutes Beispiel dafür, wie die richtige Mischung aus Kunst und Technik etwas einzigartiges hervorbringt.
Da ist zum einen Waltrauds Kunst bzw. die jahrzehntelange Erfahung, die sich in den Texten wiederspiegelt.
Zum anderen die Technik (und eine andere Art der Kunst) der vermutlich vielen anderen Beteiligten, die das Buch mit seinen wunderschönen Bildern, den fröhlichen Farben und der gut lesbaren Schrifttypen meiner Meinung nach zu etwas ganz besonderen machen.

Ohne das richtige Quantum Technik bringt also die beste Kunst nix und umgekehrt :-)

Ob sich das nun in Waltrauds Praxis wiederspiegelt, kann ich nicht sagen.
Ich bin auch schon von Waltraud geströmt worden (so kurz, wie das auf den Kursen halt üblich ist), hatte aber nicht das Gefühl, dass das jetzt eine andere Erfahrung ist als wenn man von einem anderen (symphatischen) Kursteilnehmer geströmt wird.
Ein solches Aha-Erlebnis ("ich möchte am liebsten nur noch von dieser Person geströmt werden") hatte ich aber auch schon, auf einem anderen Kurs mit einer Kursteilnehmerin.
Da kommen dann "Wellenlängen" und "Chemie" ins Spiel, die sich nicht beschreiben lassen.
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~Mieko~
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Re: Nach dem Strömen "völlig kaputt?"

Beitrag von ~Mieko~ »

Hallo Phipou! :D

Auch mir gingen Deine Fragen im Kopf herum ...

Grundsätzlich kam mir der Gedanke, dass eigentlich jeder Schüler, der ein guter Schüler ist und auf dem Weg zur Meisterschaft sein will, sich irgendwann von seinem Meister emanzipieren muss. Dieser Schüler muss seinen eigenen Weg gehen, sein Selbst in den Weg einbringen - aber auch seine eigenen Fehler machen, in die Irre laufen! Um dann zu erkennen was an der "Technik" wahr ist (Begriff "Technik" nicht auf JSJ bezogen, sondern im Sinne von Thema, das der Schüler lernt), was das Eigentliche, der Kern der Technik ist. UND zu erkennen was darin sein Meister ist, was dieser reingegeben hat. Ein guter Meister weiss um diesen Weg und unterstützt seinen Schüler sich auf seinen *eigenen* Weg zu machen. Und er nimmt seinen Schüler wieder freudig auf, wenn dieser seinen *eigenen* Lern- und Erkenntnisprozess durchlaufen hat.

Dies nur mal als grundsätzlicher Gedanke zu Meistern/Lehrern und Schülern.

Herbstsonnengrüßle :D

Mieko
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Momabo
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Re: Nach dem Strömen "völlig kaputt?"

Beitrag von Momabo »

... noch als Ergänzung:
Wer ist der größte Meister?
> der mit den meisten Schülern...
> oder mit den meisten hervorgebrachten Meistern???

lg Mona
Herr, gebe mir Gelassenheit, Dinge anzunehmen, die ich nicht ändern kann,
gebe mir den Mut, die Dinge zu ändern die ich ändern kann und
die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
- Reinhold Niebuhr -
www.jsj-praxis-mit-herz.de
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