Lieber Kirk0018,
ich praktiziere JSJ schon einige Jahre, d.h. auch, dass ich mich täglich hinsetze und mich ströme.
Bei Themen, die ich in meinem Leben gerne anders haben wollte, wie z.B. die Lebensangst hinter mir lassen, was ja mangelndes Selbstbewusstsein (alle Varianten, die AnnSophie angesprochen hat, eingeschlossen) mit einbezieht, habe ich die Erfahrung gemacht, dass Strömen, egal was, kein Selbstläufer an Hilfe ist.
So habe ich z.B. über längere Zeit geströmt wie irre, alles mögliche und stundenlang, nur, um festzustellen, dass meine Angst immer noch da war.
Später ist mir dann die Erkenntnis gekommen, dass ich gleichzeitig während der ganzen vielen Strömerei so Sätze im Kopf festgehalten habe und auch anderen gegenüber geäußert habe wie "ich bin ein ängstlicher Mensch" oder "Ich hab einfach kein Selbstbewusstsein".
JSJ hat mir ganz sicher dabei geholfen, das zu kapieren, und auch, dass ich ungeachtet meiner Angst mein Leben leben muss.
D.h. ich ströme und erhebe mich von der Couch, auf der ich geströmt habe und setze mich in Bewegung und lebe mein Leben und schiebe die Angst nicht mehr vor, um Dinge nicht zu machen.
Und irgendwann stelle ich fest, dass ich andere Dinge denke als " ich bin so voller Angst".
Ich stelle mir das so beim Psychologen vor, zu dem gehe ich hin, der gibt mir Hilfe bspw. in Form von Rat zur Verhaltensänderung, aber in die Praxis umsetzen muss ich das allein, auch wenn ich Medikamente nehme.
Irgendwann kommt der Punkt, dass ich aktiv rauskrabbeln muss aus der Dunkelheit, d.h. aktiv andere Dinge denken muss als "ich bin ja so ängstlich und schwach".
Ich bin immer noch auf dem Weg.
Ich weiß jetzt nicht, ob ich mich verständlich ausgedrückt habe und ob meine Worte passend für dich sind.
Sie kamen mir spontan angesichts deiner Beiträge in den Sinn.
Vielleicht kann ich mich auch kürzer fassen

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Eines Tages ist auch das mit dem mangelnden Selbstbewusstsein bei dir vorbei, ganz sicher.
Dir eine gute Zeit!