selbst strömen - häufig hinterher schlechter

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Moderator: Momabo

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uschiwitten
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selbst strömen - häufig hinterher schlechter

Beitrag von uschiwitten »

Hallo ihr lieben,
ich bin ziemlich ratlos und frustriert. Mir geht es seit Monaten sowohl körperlich, als auch emotional schlecht. Jetzt habe ich mir einen wirklich schönen Kurs runtergeladen "keine Bange", wo in einigen Einheiten das Thema Angst richtig gut behandelt wird. Immer mit den entsprechenden Strömen. Ich finde diese Anleitung wirklich gut. ABER......
Fast jedes Mal geht es mir einige Zeit nach dem Strömen schlechter. Mein Körper fühlt sich an wie blockiert. Ich habe eh schon sehr starke Schmerzen (nach 2 nicht ganz so geglückten Operationen am Knie/Oberschenkel). Aber danach kann ich dann oft gar nicht mehr laufen und auch an anderen Stellen im Körper schmerzt essen. Habe die Strömdauer deutlich verringert, weil ich meist schon nach 1 Minute das pulsieren spüre.
Ich kenne es aus anderen Kontexten, dass zuviel Heilimpulse (sei es Akupunktur, TCM Kräuter, oder Osteopathie etc.) sehr oft "nach hinten losgeht". Dass es mir hinterher schlechter geht als vorher. Darum mache ich fast alles in dieser Art nicht mehr.
Dass jetzt meine letzte Hoffnung JSJ ähnliches auslöst finde ich schon heftig. Ich kann es absolut nicht einordnen.
Habt ihr so etwas schonmal erlebt? Wie könnte ich damit umgehen? Gibt es Erklärungen dazu?
Ich würde mich über eine Rückmeldung freuen.
Herzlichst
Uschi
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Gabriela
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Re: selbst strömen - häufig hinterher schlechter

Beitrag von Gabriela »

Liebe Uschi,
da fällt mir spontan nur das Phänomen der "Erstverschlimmerung" ein, das ich aus der Homöopathie kenne - aber Du sicherlich auch... Es kommt etwas hoch, es gerät etwas in Bewegung, und das verursacht erstmal heftige Turbulenzen, bevor es besser wird.
Mir ist das auch schon passiert bei einigen Projekten. Natürlich schreckt man dann erst einmal zurück und ist enttäuscht. Ich habe es aber auch als Zeichen genommen, daß sich etwas tut, ich aber besser etwas behutsamer vorgehen sollte. Viel hilft nicht immer viel..
Probiere doch mal kurze Strömsequenzen, und gib dem Körper zwischendurch Zeit, mit den Impulsen fertig zu werden.
Bin gespannt, was unsere Koryphäen dazu aus dem JSJ zu berichten haben - ich bin eher nur eine einfache Selbstanwenderin und theoretisch nicht nicht so bewandert...
Wünsche Dir alles Gute dabei, den für Dich richtigen Weg zu finden!
"Es gibt keinen Weg zum Glück. Glücklichsein ist der Weg."
(Buddha)
uschiwitten
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Re: selbst strömen - häufig hinterher schlechter

Beitrag von uschiwitten »

Hallo Gabriela,
danke für deine Rückmeldung. Ja, Erstverschlimmerung sagt mir was, ich kenne es von der Homöopathie. Ich habe bei mir allerdings inzwischen die These, dass in mir so viel los ist (ich hänge seit über einem halben Jahr in einer Retraumatisierung, die ich zwar "tragen" kann, aber was unheimlich Energie braucht), dass jeder weitere Impuls von außen (alles ist erst einmal bedrohlich - egal was) eine Blockade zur Folge hat. Ist aber wie gesagt nur eine "Arbeitsthese" von mir, was mir aber im Umgang mit JSJ nicht wirklich weiterhilft.
Mal schauen, ob es noch andere Erfahrungsberichte gibt.
Herzliche Grüße
Uschi
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Amélie
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Re: selbst strömen - häufig hinterher schlechter

Beitrag von Amélie »

Liebe Uschi,

ich habe das immer so verstanden, dass im JSJ das Strömen das bewusst macht, was schon vorher da war (also bspw. eine bestimmte Körperempfindung), aber womöglich nicht wahrgenommen worden ist.

Und noch ein Gedanke: wenn du dir vorstellst, dass du irgendwo im Körper eine Blockade, Ansammlung, Disharmonie hast und jetzt anfängst zu strömen, dann beginnt die Energie wieder zu fließen im ganzen Körper. An der Stelle von der Blockade versucht sie natürlich auch, durchzukommen, prallt aber erstmal auf diese Blockade. Wenn ich weiter ströme, dann kann diese Disharmonie sich nach und nach auflösen und irgendwann fließt die Energie wieder frei, wenn die Blockade aufgelöst ist.
Dass das anfangs schmerzhaft ist, diese Versuche der Energie, durch die Blockade zu kommen, finde ich einleuchtend - ich stelle mir da vor, das ist wie wenn ich eine schmerzende Wunde berühre, mit dem Finger da zum Beispiel reinpiekse.

Ich habe das selbst mal erlebt mit der Kombination von rechter 14 und linker 19.
Als ich damit begann, sie zu strömen, bekam ich ziemlich starke Schmerzen im Bauch, so stark, dass ich nach einiger Zeit mit dem Strömen aufgehört habe, weil mir das zu unangenehm wurde. Ich war auch ziemlich überrascht, hatte gar nicht gewusst, dass ich da ein Projekt hatte.
Ich habe aber immer wieder dies Kombi geströmt (etwas später oder am nächsten Tag) und irgendwann war es dann vorbei mit den Schmerzen.
Auch in anderen Situationen passiert es mir immer wieder, dass es mir eher schlechter geht im Körper, wenn ich anfange, die Hände aufzulegen. Das gibt sich dann im Verlauf des Strömens.
Zu Beginn meiner JSJ-Erfahrungen habe ich ausgiebigst und stundenlang den Magenstrom geströmt, nur ihn, einige Monate lang. Da habe ich bei jedem SES aufs Neue eine bestimmte Abfolge erlebt. Erst wurde mir schlecht und total müde, ich habe weiter das SES gehalten, dann ging es besser, bis es gut war, ich auch wacher - dann bin ich zum nächsten Schritt übergegangen und da ging das Ganze wieder von vorne los.
Und auch hier war ich irgendwann „durch“ mit dem Magenstrom und habe die Lust an ihm verloren, es ging mir besser, hat aber eine ganze Weile gedauert.

Das sind so meine Erfahrungen - alles Gute für dich!
Herzliche Grüße
Amélie
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Mona56
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Re: selbst strömen - häufig hinterher schlechter

Beitrag von Mona56 »

Liebe Uschi,

mich wundert das überhaupt nicht. Warum soll das bei JSJ anders sein als bei anderen energetischen Therapien? Alle diese Verfahren haben doch ein und dasselbe Ziel - die Energie zum Fließen zu bekommen. Und es ist doch logisch, dass da, wo Staus und Blockaden aufgelöst werden, erst mal einiges an Müll (seelisch und körperlich) zum Vorschein kommt abtransportiert werden muss. Das ist aber doch eigentlich positiv.

Eigentlich. Ich würde dranbleiben, aber behutsam. Vielleicht erst mal nicht so lange strömen oder erst nur die Finger (da habe ich noch nie heftige Reaktionen erlebt). Mit einer Einschränkung: Wenn wirklich ernsthafte psychische Erkrankungen wie Psychosen vorliegen, sollte man mit all den von Dir genannten Verfahren (z.B. auch Reiki) sehr vorsichtig sein, damit man nicht unbeabsichtigt eine Schub provoziert. Ich schreibe das ganz allgemein, nicht, weil ich denke, dass Du so etwas hast!

Aber es ist mir wichtig, darauf hinzuweisen, dass vieles, was sich in der Seele angesammelt hat, nicht immer von jetzt auf gleich aufgelöst werden möchte. Es braucht den richtigen Zeitpunkt, denn man muss das "Aufgelöste" ja auch verarbeiten, damit es "erlöst" werden kann. Ich habe mal versucht, mit Akupressur an ein Kindheitstrauma ranzukommen, und es ging mit so was von schlecht. Es hat zu diesem Zeitpunkt einfach nicht gepasst.

Von daher kann ich mir bei jedem JSJ praktizierenden Menschen vorstellen, dass es immer wieder mal zu ganz anderen Reaktionen kommt, als man sich erhofft. Da hilft es nur, in sich reinzulauschen, was die Seele möchte und was nicht.

Ich wünsche Dir alles Gute!
Es ist immer alles da, was du brauchst.
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Klee
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Re: selbst strömen - häufig hinterher schlechter

Beitrag von Klee »

Hallo liebe Uschi,

was strömst du? Strömst du "was mach ich bei" nach einem Buch oder hörst du auf dich selbst und deine eigene Intution?

Jin Shin Jysutsu wird leider immer mehr zu "was mach ich bei" und da kann ich mir schon vorstellen, dass so etwas passieren kann.

Die Ursache der Person, der das mal geholfen hat, ist meist nicht unsere gleiche Ursache obwohl wir das selbe Symptom haben.

Und Jin Shin Jyutsu ist eine Kunst. Künstler wird man eben nicht, in dem man ein Buch liest, wie das malen geht. Die Praxis und das Ausprobieren macht es aus.

Notiere dir was du dir strömst - was passiert - was schlechter ist und was auch besser ist.

Das was besser oder "weg" ist, wird meist erst gar nicht bemerkt.

Führe Tagebuch und sei dein eigener Künstler.

Klee
„Es wird eine Zeit kommen,
Indem die Menschen
Die Einfachheit ertragen,
Sich durch bloßes Fingerhalten
Zu harmonisieren
Und zu Heilen.“

Jiro Murai




"Jin Shin Jyutsu mit Humor"
t.me/JSJ26
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Panthera
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Re: selbst strömen - häufig hinterher schlechter

Beitrag von Panthera »

Schönen guten Tag,

ich erinnere mich an mehrere Male, wo ich einen krebskranken Mann geströmt habe.
Ich strömte ihm die 7 und die 5 gleichzeitig.

Er bekam davon eine Art "elektrische Schläge" im Fuß und wollte vor Schmerz und Angst zurückziehen.

Ich bat ihn, noch einen Moment dranzubleiben und seinen Zeigefinger zu halten und den Atem zu regulieren.

Die "Schläge" hörten dann auf und er konnte sich lösen.

Auch erinner ich mich gerade an Erfahrungen von mir, vor einiger Zeit,
als jegliches "in die Bewegung gehen" mit starken Anspannungen im Bereich der SES 4 endete.
So dass ich mich - wie ein Kaninchen vor der Schlange - nicht mehr bewegte, sondern in meiner Erstarrung geblieben bin.

Das habe ich mir damals so erklärt, dass es ein uraltes Muster gewesen ist , das ich aus der Kindheit mitgebracht habe, wo "erstarrt - sein" erwünscht gewesen ist und jegliche Bewegung mit Gefahr verbunden.

Gutes Weitergehen auf Deinem Weg!

vG Panthera
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manchmal - wenn der himmel tief luft holt und sonne mond und sterne zu atem kommen - spüre ich meine maske von innen
und empfinde mit jeder faser, dass ich daheim bin
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Momabo
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Re: selbst strömen - häufig hinterher schlechter

Beitrag von Momabo »

Liebe Uschi
viel Strömen hilft nicht unbedingt viel...
Wenn du ein Angst/Traumathema hast dann schau dir das genauer an, bleibe einfach :zeigefinger: oder :daumen: :zeigefinger: :kleinerfinger: mach das einfach mal eine Weile (21 Tage zB)
Wenn du das Ursprungsthema schon 40 Jahre mit dir rum trägst, wirst du es nicht in 40 Tagen los... stell dir eine Zwiebel vor, die Schichten müssen auch erst von außen nach innen gelöst werden um an den Kern zu kommen... halte dir auch tgl die ES 1, bringt Bewegung rein, ES 25 regenerieren, Vermittlerstrom fällt mir jetzt auch noch ein...
Wie Klee schon gesagt hat, mach dir ein Strömtagebuch, dann siehst du viel eher die Erfolge und die Dinge die sich ändern...
Gib deinem System die Zeit die es braucht sich neu zu sortieren... gutes Gelingen

glg Mona
Herr, gebe mir Gelassenheit, Dinge anzunehmen, die ich nicht ändern kann,
gebe mir den Mut, die Dinge zu ändern die ich ändern kann und
die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
- Reinhold Niebuhr -
www.jsj-praxis-mit-herz.de
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