Panther träumen

Über das Leben, die Liebe und andere Dinge.
Nehmt Euch eine virtuelle Tasse Kaffee und plaudert einfach drauf los.
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Panthera
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Re: Über Ausnahmemenschen u. -zustände & den normalen Teller

Beitrag von Panthera »

Seehundhaut ^^ Seelenhaut

Zerklüftet von tiefen Furchen war sein Gesicht
Tagelang oft nur mit sich selber er spricht.
Segelt hinaus mit den Netzen an Bord -
Mit den schwebenden Möwen trägt die Sehnsucht ihn fort.

Eines Abens geschah es - schon dunkel es war:
Da sah er im Dämmer mit Sternen im Haar
Sanftstrahlende Elfen beim Mondenlichttanz:
Auf Stirnen und Mündern lag himmlischer Glanz.

Ihr Seehundfell zum Tanz hatten aus sie gezogen
und wiegten sich leis im Rhythmus der Wogen.
Grossmutter Mond schickte ihr Licht durch die Nacht
hält die Tanzendem in zeitlosen Armen - sacht.

Voll heissem Begehr' ihm verlangt nach der Elf'
Er lässt wieder anzieh'n ihr Seehundfell zwölf;
Der Dreizehnten steckt er die Haut hinter Felsen -
Kann mit ihren Schwestern so nicht mehr nach Haus geh'n.

Er wirft vor ihr auf die kühle Erde sich hin
Und flehet sie an mit bebendem Sinn:
Mit ihm zu kommen in sein Heim, an sein Herd.
Die Elfe sie prüft ihn - er scheint es ihr wert.

Nach sieben Jahren - fügt hinzu sie noch schnell,
Da verlange zurück sie ihr Seehundfell.
Dann reicht sie voll Freude dem Jäger die Hand
Lässt hinter sich liegen ihr Heimatland.

Glücklich sind beide - jedoch nach der Zeit
Zieht es die Elfe zurück in die Weit'
Als Tochter des Meeres ist sie ja geboren!
Hätt' sie doch dem Wässrigen nicht abgeschworen!

Ihr Aug es wird glanzlos und spröde ihr Haar
Sie, deren Zuhause das Wasser stets war.
Ein Kind ist inzwischen den beiden geboren;
Da verlangt zurück ihr Fell sie - Er hat es geschworen!

Aber nein, er willl zurück sie nicht lassen
Liebe wird zur Manie ihm, will immer sie fassen!
In ihrem Herzen das Licht fängt zu flackern an!
Sie fällt auch vom Fleische , sieht das nicht ihr Mann?

Eines Nachts wacht der Sohn auf vom heulenden Wind:
Der heult dessen Namen "OOOOOrukkkkkk" - zieht an sich geschwind.
Läuft hinaus ans Meerufer, ein Seehund dort ruht
Zeigt dem Enkelsohn Oruk - mit Augen voller Glut

Wo die Seelenhaut der geliebten Mutter versteckt
Hier unter den Felsen Grossvater sie entdeckt.
Oruk bringt sie der Mutter - rasch zieht sie sich an!
Verlässt mit letzter Kraft Iglu und Mann.

Zusammen mit Ooruk, dem Enkelsohn
Schwimmt sie vor Seehund Grossvaters Thron.
Binnen einer Woche wird wieder sie heil;
Ooruks Zeit für das Wasser gekommen noch nicht sei!

So ist er als Seelenkind hier bei uns in der Welt
Erzählt von dem was Wasser und Erde zusammenhält.
Wie leicht an die Quelle zurück wir uns binden
Während der Pflichten nach Hause stets finden

Zwiesprache halten so oft uns da ruft Er
Gehn wir hinaus an das nächtliche Ufer
Bis an den Rand uns'res irdischen Seins
Empfinden die Quelle - und werden All-Eins!



*******

gedichtet nach der Geschichte Seehundhaut Seelenhaut von
Clarissa Pinkola Estes (entnommen dem Buch "Die Wolfsfrau")


eine meiner Lieblingsgeschichten aus Clarissa Estes Buch ist das und handelt davon, wie mensch sich immer wieder davon abhalten lässt, in seine Seelenheimat zurückzukehren ... ; insofern sind alle Beteiligten an der Geschichte auch Aspekte des eigenen Selbst
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manchmal - wenn der himmel tief luft holt und sonne mond und sterne zu atem kommen - spüre ich meine maske von innen
und empfinde mit jeder faser, dass ich daheim bin
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Lilienthal
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Re: Über Ausnahmemenschen u. -zustände & den normalen Teller

Beitrag von Lilienthal »

Hallo Wolfsfrau,

mir kamen doch schon die ersten Zeilen so bekannt vor ... aber Du hast noch was Schöneres draus gemacht.

Martina
Erfahrung ist nicht das, was einem zustößt. Erfahrung ist, was du aus dem machst, was dir zustößt.
-Aldous Huxley-
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Panthera
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Re: Über Ausnahmemenschen u. -zustände & den normalen Teller

Beitrag von Panthera »

nur kurze info, damit ihr keine angst um mich kriegt ... und nein, ich habe nicht vor mir das leben zu nehmen .

habe heute mit einem meiner "lebensprojekte" angefangen: ich werde zusammen mit drei anderen grossen poeten eine cd mit unseren werken besprechen .... eins ist schon im ki-ka-kasten ... von mir .... und mein herz jubiliert ... wie eine nachtigall!

das folgende gedicht hat mit dem tod zu tun ... ich stehe dem tod nahe ... warum weiss ich nicht ... kann es auch nicht näher erklären. für mich hat die vorstellung in meiner gänze wieder in die erde einzugehen, wenn ich einmal sterbe, etwas sehr tröstliches ... er nimmt dem tod den stachel ... macht ihn fast zu einer umarmung ...


mond im scorpion

egal wo meine knochen
einmal enden -
lieber wäre mir, sie lägen
im licht und nicht
auf dem grund eines sees.

allerdings
finde ich dass die eitelkeit
spätestens an diesem punkt
gen himmel fahren sollt'
und so lass ich sie
einfach los die knochen

vielleicht findet sie ein robinson
späterer jahrtausende
und schnitzt sich aus
meinem oberarmknochen einen speer
- natürlich mit verlängerung
durch einen ast -
oder einer meiner finger
darf ihm zum grabewerkzeug dienen

in jedem fall
wird jeder tropfen wasser
meines fleisches und meines blutes
weiterleben
und schon bald
nach meinem ableben
die pflanzen rings
um mich mit flüssigkeit
speisen
vielleicht eine buche oder
eine stolze brennessel
vielleicht ein vergissmeinnicht
- das wäre romantisch -

blutgetränkte erde
gewänne so
einen fruchtbaren aspekt
der mir gefallen mag

was wohl meine kleinen
brüder und schwestern vom
volke der ameisen und die vom volke
der würmer
mit meinen gaben anfangen werden
wenn sich alles langsam lösen wird
aus der festen schale
die mein körper gewesen ist

sie werden sicher nicht wissen
dass da ein menschliches herz
um mich trauert
und einfach nur
leben weitertragen in form
meines hingegebenen leibes

ist das nicht schöner
als die vorstellung
jemand würde ein mausoleum
um meine knochen errichten?

lieber diene ich
im tode
dem leben
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neptunia
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Re: Über Ausnahmemenschen u. -zustände & den normalen Teller

Beitrag von neptunia »

meine liebe wölfin,

sich mit dem tod zu beschäftigen bedeutet ja nicht gleichzeitig, das leben hinter sich zu lassen! ;) also sei beruhigt - deine worte sind doch so hoffnungsvoll, so ohne gram und verzweiflung! keine angst zu erkennen, keine rache. wenn, dann so, genau so ...

mit einem lieben gruß
von neptunia : 26
Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann.
Francis Picabia
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Panthera
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früh - früh - früh ling juhu

Beitrag von Panthera »

Brunch im Garten

Regenwurm verlässt sein Erdenhaus-
späht kurz mal auf die Wies' hinaus.
Dann begibt er sich zum Brunchbüffet:
Zum ersten Gang gibts Beuf Erdè.

Und weil dies gar vorzüglich tat
Der Wurm um einen Nachschlag bat.
Den Teller gefüllt mit Erdenmus -
Auch dieses war ein Hochgenuss!

Derweilen drei Etagen höher:
Da war Frau Rose heut' "on Air".
Bestellte sich zum Frühstück Licht
Und - da es ihr an Nass gebricht:

Ein kleines Gläschen Wasser auch
Mit ein wenig Minerale - ein Hauch!
Dann begibt sie sich zum Sonnenbad;
Liegt in den Strahlen - seehr apart!!

Sie breitet ihre Blätter aus -
Schickt Schönheit in den Garten raus.
Herr Schmetterling hats wohl vernommen:
Und ist auf einen Kuss gekommen.
Von Rosenstäubchen leicht berauscht
Dem nächsten Liebesruf er lauscht.

Die Amsel nach dem Morgensang
Ist auch im Grün auf Frühstücksfang.
Und als der Wurm nach Beuf und Mus
Die Beine mal vertreten muss:

Da schnappt sie ihm ganz schnell und keck
Sein kleines Würmerleben weg!
Füllt sich damit den Vogelbauch;
Und Wurmens Nam' ward Schall und Rauch.
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Re: Über Ausnahmemenschen u. -zustände & den normalen Teller

Beitrag von Panthera »

herzenslandschaften

manchmal
leuchten sie auf
am horizont meiner seele:

landschaften

unbekannt

wie es wüste dem
küstenbewohner sein mag
wenn er ein meer aus sand
und sonnenlicht
schaut....

wohnen all die landschaften
in
meinem herzen

oder

ist es mein herz
das durch die fenster
meiner seele
hereinschaut?
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Re: Wolfsgesänge

Beitrag von Panthera »

Tja ... bin ich Kind meiner Eltern ... oder sind meine Eltern von mir gerufen ?? Manchmal ist das gar nicht so ganz klar ... und dann verwirbeln sich die Zeiten in einer Spirale ...

Wer sich mit Horoskopen beschäftigt,
weiss vllt. was ich meine ....
und spätestens wenn mensch
da liest, wo die
STERNE ZUR STUNDE DER GEBURT STANDEN
(Horoskop)

erkennt er / sie ,
dass keine Schuld welcher Art auch immer existiert ....

Soviel zu einem schönen Telefongespräch gestern :D ... und dies Gedicht, das ich vor einem Jahr schrieb:


Dünnhäutig

Aus der Ursuppe
geformt
Aus allen Myriaden Möglichkeiten
Wollte das Leben
Mich

Hat meinen Namen gerufen
Und die Wege
Zweier Menschen
so gelenkt

Dass sie
beim Tanzen
in die Augen des anderen
versanken

Tief in der gemeinsamen
Pupille
wohnte ich
als Stern
und blinkte ihnen
zu

Warf diamantenes Netz
um ihre Herzen

Wie weit
Ihr gereist seid
um Mich ins Leben zu
rufen
werde ich niemals
ermessen

Das Leben ist Wundersam

Ich verneige mein
Haupt
Damit es mich
auf den Nacken küssen kann
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Klee
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Re: Wolfsgesänge

Beitrag von Klee »

Danke dir Wölfin fürs Teilen
„Es wird eine Zeit kommen,
Indem die Menschen
Die Einfachheit ertragen,
Sich durch bloßes Fingerhalten
Zu harmonisieren
Und zu Heilen.“

Jiro Murai




"Jin Shin Jyutsu mit Humor"
t.me/JSJ26
(Telegram)
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Panthera
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Re: Wolfsgesänge

Beitrag von Panthera »

Die Hüter der Zeit

Sie tragen keine Ritualbemalung
und
sie sind nicht ernannt

Sie SIND einfach
selber
die Hüter der Zeit

In die Ackerkrume gesät
als wir
nur als Ahnung und Sternstaub
existierten im All-Eins

wuchsen sie auf
zusammen mit der Braunen Saat

Sie sind Mohnblumen, Veilchen und Gänseblum
- selten eine Iris -
Kinder ihrer Zeit

Nun sitzen sie
auf der Bank im Hinterhof
geniessen den Abschiedsgruss
den die Sonne
in ihre Gesichter malt

und sind
Die Hüter der Zeit
Einfach so

Den Blick nach innen gewendet
ist die Alte Zeit in ihnen wach
Ihre Augen werden wieder hell
und ihre Herzen wie Kinder
wenn sie erzählen und sich
abwenden
aus diesen schnellen Tagen
deren Puls in einer Frequenz hüpft
der sie scheue macht

Sie halten das Netz
strömen mühelos in
jedes Jahr hinein
1920 - 1933 - 1942 - 1967 - egal
und lassen sie auferstehen
die Alte Zeit

Ihre Altersflecken sind Liebesmale des Lebens
und ihre Falten
wuchsen in Hunger
gruben sich ein während Bombenangriffen
während Lüge Angst und Mord
gruben sich ein während die Nacht ausgesternt wurde

und in den Zeiten
als die Nächte wieder ruhig wurden
und voller Sterne
die nicht von Mörderhand gezeichnet

Wie könnte es Schönere Male
der Zeit geben

Sie sind Mohnblumen Veilchen und Gänseblum
Für mich sind sie
die Hüter der Zeit



ewidmet den alten Menschen aus meinem Hinterhof ... ... denen ich gar nicht lange genug lauschen kann ... ... ja, sie sind die Kinder einer anderen Zeit . Und sie sind wundervolle Blumen allesamt - egal wie verbittert, traurig oder krank sie seien! ..
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optimistin
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Re: Wolfsgesänge

Beitrag von optimistin »

Vielen, vielen Dank
liebe Wölfin

Es grüßt Dich die Optimistin
Tränen sind kein Zeichen von Schwäche. Sie sind Zeichen dafür, dass man zu lange versucht hat, stark zu sein.
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Panthera
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Re: Wolfsgesänge

Beitrag von Panthera »

Ich danke Dir liebe Optimistin :D

Wölfin
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Wolfsgesänge

Beitrag von Panthera »

Allen Narren und Närrinen gewidmet ---
dem Till Eulenspiegel
den Clowns im Zirkus die sich lächerlich machen und uns zum Lachen bringen
dem Kind das mit den Fingern auf die "nackten" Kleider des Kaisers zeigt
und dem inneren Kind in jedem von uns

immer wach, immer lebendig ... immer bereit heraus zu kommen !!


Wanderung der Närrin

Das närrische Herz war hoffnungsschwer und müde
Es flackerte, es drehte sich im Kreis.
Finden mochte es endlich !! Finden!
In den Spuren des Sternenstaubs.

War es geborgen in den Pfaden der Ahnen -
Unsichtbar in tiefschwarze Nacht graviert?
Zeichen, die trügerisch leuchteten
wenn man sie mit den Augen fassen wollte.

Oft blinkten Zeichen benachbarter Nomaden
und brachten das Herz ab vom Kurs.
Nach innen lauschen und die Sternenkarte
des Kerns ausrollen -
Höre Du Wanderer -
Dies sei Markierung Dir
auf schwankendem Kurs!

Laß Dich vom Narren führen -
dem Till Uhlenspiegel in uns,
der den Wahrheiten dieses Tollhauses Zivilisation
eine Nase schneidet
und sein unbestechliches Herz nicht
kaufen lässt!

Grün - rot kariert hat er
keine Angst sich lächerlich zu machen
und immer erneut
auf "Des Kaisers neue Kleider" zu weisen
wie ein Kind

Lausche - lausche - hör' meine Närrin
Lausche nach innen und
Rolle die Sternenkarte aus, die
dort verborgen liegt.


Ich freue mich in diesem Forum, in Eurem Kreis zu sein.
Danke für Eure Hilfe, für Euer Zuhören , für Euer Belobigen.
Danke auch für Kritik ... ob laut oder leise ...

Lasst uns zusammen die werden, als die wir gemeint sind

Wölfin ... heute bisserl woanders :D
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Wolfsgesänge

Beitrag von Panthera »

perlmuttern ° rose ° graublau ° ozeanleicht ° federgrün

Was will als
nächstes aufgesammelt werden
von alledem,
das mir die Grosse Mutter
ans Ufer spült ?

Auf der Suche nach der
schönsten
aller Muscheln
übersieh sie nicht :
die unscheinbaren Steinchen und die wundervollen Linien,
die
aus Millionen zersplitterten Muschelstückchen
entstehen

perlmuttern ° rose ° graublau ° ozeanleicht ° federgrün

Bild

von Wellen getragen
sind nun selber Wellenlinien sie
am Strand des Weltenozeans
bis in wenigen wenigen Stunden nur
die Grosse Mutter
ihre Arme ausstreckt
und sie zurückholt
und neu vermischt


perlmuttern ° rose ° graublau ° ozeanleicht ° federgrün


mit Wassertropfen mischt

Stell Dir nur vor
durch eines der Wunder
gelangte ein perlmutterner Splitter
in eine Flasche
und strömte zu Dir nun
ans Ufer eines Deiner Träume vom Ewigen Werden

Ein Sonnenstrahl spiegelt sich jäh auf der Flasche
als sie aus einem Wellental aufsteigt

Vielleicht gelangt auch ein graublauer Splitter
oder ein ozeanleichter -
als Granatensplitter
in die Hand
eines Mannes der gerade kämpft
in einem der vielen
Schützengräben
die durch dieses Leben gezogen worden sind

Wer ° Was ° Wo ° Wohin
ist das Wichtigste Kostbarste
Kannst Du es mir sagen?


perlmuttern ° rose ° graublau ° ozeanleicht ° federgrün

Regenbogenfrau träumt



Fotograf: Steve Jurvetso
Titel: Tonality
Danke für das Foto von der
Bilderdatenbank piqs.de http://www.piqs.de
Verwendung des Fotos unter folgenden Bedingungen: http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/de/deed.de
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Re: Wolfsgesänge

Beitrag von optimistin »

Ein herzliches dankeschön an unsere liebe wölfin : 26
liebe grüße von der optimistin
Tränen sind kein Zeichen von Schwäche. Sie sind Zeichen dafür, dass man zu lange versucht hat, stark zu sein.
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Re: Wolfsgesänge

Beitrag von Panthera »

°
°°
°°°
°°°°
°°°°°


mondschaukel°ich


neben ° dem sichtbaren lauten dehnen
das im aug der °° weltmitte wohnt
gibt es ein stilles ein leises °°° sehnen
dieses wiegt sich selbst im mond °°°°

°°°°°
°°°°°
°°°°°

wiegt ° und kost und kuschelt sich
lässt kein °° sonnelicht zu sich ein
ist ein leises muschel °°° ich
möchte ganz im wachsen sein °°°°

°°°°°
°°°°°
°°°°°


möcht ° vom blau getragen werden
und öfter °° noch vom rosenrot
möcht nicht laufen °°° mit den herden
lautes getriebe ist sein tod °°°°

°°°°°
°°°°°
°°°°°


neben ° dem sichtbaren lauten dehnen
das im aug °° der weltmitte wohnt
gibt es ein stilles °°° ein leises sehnen
dieses wiegt sich selbst im mond °°°°

°°°°°
°°°°°
°°°°°


die hand ° die diese wiege hält
ist mütterlich und ° sanft und weise
sie liebt sie die dunkle samen °°° welt
mondenlicht ist ihr göttliche speise °°°°

°°°°°
°°°°°
°°°°°


das ° laute pochen an der tür
lässt auffahren °° sie und erschreckt sich verstellen
ich verweile gerne heut °°° bei ihr
bei ihr und dem leben mit wogen und wellen °°°°

°°°°°
°°°°
°°°
°°
°
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