hallo ihr Lieben,
ich freue mich sehr über die sehr bereichernden und total Stimmigen(für mich) Beiträge in diesem Strang... ehrlich einfach nur aus tiefstem Herzen
Liebe AnnSophie,
was Du schreibst kann ich sehr gut nachvollziehen, dieses "zurückstellen" auf einen Platz, den man ganz Kind als sehr unpassend empfindet (was auch mehr als berechtigt ist, da Kind noch ganz im Gefühl ist) und (wie z.B. bei mir) eigentlich ja ich die "Große" bin (hab eine jüngere Schwester) und dennoch durch den Vorzug der Mutter des anderen, wird man dann am 2.Platz einfach klein, ohne Einfluss darauf zu haben... Das ist den Eltern natürlich nicht bewußt...
Interessant auch, daß heute ich vom körperlichen her ich die kleinere bin...meine Schwester wurde einen halben Kopf größer, äußerlich muss ich also heute noch zu ihr hochschauen ;-)...
Mir ist aufgefallen, daß etwas ein klein wenig schwächer wurde, als ich mir immer wieder klarmachte, WO mein Platz ist. Dass ICH die Große bin (dennoch ist es noch etwas zäh), das muss ich immer noch lernen, vor allem ANNEHMEN.
Im Umfeld zeigt es sich immer noch (schwächer zwar und doch ist da noch ein Rest), mancher möchte sich aus seiner Position heraus immer noch sehr gerne über mich erheben, doch es wird zunehmend schwieriger, da ich (innerlich zumindest) wachsen möchte, es auch spüre, daß es passiert und es sehr gerne auch nehmen kann inzwischen. Was neu für mich ist, ich kann inzwischen einfach mal nur still sein, ruhig und spüre immer weniger den Drang, zeigen zu müssen (ja müssen

) , wer ich bin. Denn wer sehen kann, wird es erkennen und wichtig ist für mich nur noch, dass ich selbst weiß, wer ich bin.
Einen Teil Kindheit verdaue ich seit vorgestern, als wir unseren Cousin (er war mir wie ein kleiner Bruder) beerdigt haben, er wurde gerade mal 36 Jahre alt und es zeigte sich mir sehr viel... ich muss da immer noch viel verarbeiten, habe wieder einmal die Rolle der "Brücke" übernommen, da es einige ausgestoßene aus dem Fam-System gibt, zu denen immer ich die Kontakte herstelle, damit auch sie Abschied nehmen können... Doch inzwischen ist es nicht mehr so schwer, habe tolle Neuigkeiten erfahren und wieder einmal deutlich gespürt, wie viel parallel läuft, ohne dass man voneinander weiß. Ein Verbundenheitsgefühl ist gestern stark geworden, eine Freude über eine junge Frau (mit kleiner Tochter), die jetzt endlich richtung Heilung unterwegs ist und Therapie (ganz allein beschlossen) macht, mitsamt Kind, da es sehr heftiges zu verarbeiten gibt.
Diese Worte wollte sie vor ein paar Jahren so überhaupt gar nicht gerne (sie hat mein vollstes Verständnis) von mir hören, doch jetzt macht sie es, dafür danke ich Gott.
Ich bin immer noch nahezu ohne die Kraft meiner väterlichen Ahnen unterwegs, hoffe, daß sich das noch zum Guten wenden wird. Da ich mein Verhalten konsequent solchen Situationen gegenüber ganz Bewußt geändert habe, hoffe ich noch auf eine Lösung...
In meinem Herkunftssystem ist unterm Strich noch nichts am eigenen Platz...
So lenke ich meinen Blick auf´s HIER u. JETZT und sehe, daß (Esstisch-Plätze-da war eine zeitlang auch in meiner eigenen Familie ein "Platzgerangel"... Wechsel... teilw. sehr interessant) mein Mann, ich und meine Kinder inzwischen alle am rechten Platz sitzen und da auch bleiben u. akzeptieren. Vater-Mutter-kleiner-mittlerer-großer Sohn... Mein Mann besteht auf, "die Mama gehört an meine Seite" ich bestehe auf meinem Platz usw. Das zeigt mir dann am Ende, wofür ich diese ganze Arbeit gemacht habe und weiterhin mache. Für MICH und die MEINEN, meine eigene Familie und das macht mich nicht nur stolz, sondern frei, da bekommen die Wehrmutstropfen im "alten" System einen weniger bitteren Geschmack.
So viel wollte ich jetzt eigentlich nicht schreiben, doch ich fühle es hier gut aufgehoben...
Also auch bei mir hat der letzte Impuls jetzt Wirkung gezeigt... Ich danke Dir nochmal fürs "anstupsen" vor kurzem und wünsche Dir einfach nur, daß Du in DEINE Kraft kommst bzw. immer weniger aus ihr herausgehst.
Das wünschen sich unsere kleinen doch von uns.
Immer wenn ich im Moment Ambivalenzen wahrnehme, wende ich mich dem kleinen Mädchen in mir zu und schaue, ob sie meine Hand nehmen möchte. Meist ist das der Fall und dann sind wir einfach nur - still, in Frieden, zusammen-ohne Störungen, da will noch mehr sich zeigen, doch das werde ich im Laufe der Zeit noch herausfinden/zulassen...
Ambivalente Gefühle schicken uns meiner Überzeugung nach die verletzten inneren Kinder...
Für Dein "Projekt Familiengründung" freue ich mich mit Dir, Ihr werdet das sicherlich sehr gut meistern.
Ein ICH SEHE DICH tut den Kleinen manchmal sehr gut.
Ein Eingeständnis von: Ich nehme es wieder zu mir zurück (die Last) ... von Seiten der Eltern wirkt Wunder.
Ich hatte da mal ein kleines Ritual mit einem Stein, den ich meinen Eltern (imaginativ und überraschender Weise SCHWEREN Herzens) vor die Füsse zurückgelegt habe, das mir sehr geholfen hat.
Interessanterweise brauche ich seit gestern viel die
19... sie wollten anfangs gar nicht so recht pulsen, also scheint ES 19 (zumindest für mich) ebenfalls in dieses Projekt zu gehören.
19 Jahre war ich auch alt, als ich mein Elternhaus verlassen hatte. Ich zog in einen Ort, den ich nächste Woche wieder sehen werde, um eine ältere, sehr sympathische Frau zu besuchen, die erst vorgestern eingeladen hat. Nach recherchieren stellte ich überrascht fest, daß das Haus in dem ich gewohnt hatte heute ...... abgerissen ist. Da ist nur noch ein leeres Grundstück zu finden.
Ja, Kreise sind nur dann Kreise, wenn sie geschlossen sind...
So wünsche ich das allerbeste zum höchsten Wohle von jedem, der aktiv oder auch still an diesem Projekt teilhat.
Alles Liebe
sanara
“Nicht Worte sollen wir lesen, sondern den Menschen, den wir hinter den Worten fühlen” (Samuel Butler)