Liebe AnnSophie,
ein tolles Thema und eigentlich gab es für mich dazu gar nix mehr zu sagen, weil vieles schon da steht.
Doch dann hatte ich wieder meinen berühmtes "ratterdingdong" ;-)... Hängen blieb da nur noch kurz und knackig:
Würde jeder die VERANTWORTuNG für seine TATEN und GEDANKEN selbst übernehmen und zu den Folgen STEHEN, dann gäbe es das Thema Schuld gar nicht. Es scheint also irgendwie menschengemacht zu sein, tatsächlich.
Unser (schlechtes) Gewissen in uns mag uns immer daran erinnern, wenn wir mal nicht aus dem Herzen gehandelt bzw. gelebt haben... es erzeugt Schuldgefühle, somit sind es also unsere Gedanken, die die Schuldgefühle erzeugen.
Im Endeffekt muss ich also dann doch eine KontraPosition einnehmen (huch) : Schuld gibt es... im sinne von NICHT übernommener Verantwortung, ist sie das, was am Ende bleibt....
War leider GROSSES Familienaufstellungsthema, mindestens 5 mal

und so überhaupt gar nicht schön... alle wie wir da waren, wollten wir die Verantwortung übernehmen für Dinge, die unsere Ahnen getan hatten, die schon lange vorbei waren und wir wanden uns in Schuldgefühlen... einfach bäh... Du siehst, die (ich nenne sie mal einfach so ) Ahnen haben damals null Verantwortung übernommen für etwas, das sie anderen zugefügt hatten, da war kein: Es tut mir leid, was passiert ist. Ich wusste es nicht besser und ich sehe jetzt, wie Du gelitten hast.... etc.pp. Nein, das gab es damals nicht. So blieb diese "Energie" im System "hängen"... wer Prädisziniert dafür ist, sie sich zu schnappen (durch Erziehung, die Schuldgefühle suggeriert z.b. oder auch eigenes Karma , ganz wie man es sehen will), der macht da also weiter und fühlt sich statt den"Ahnen" an allem schuld... Seit ich diese Themen angegangen bin kann ich dir also sagen:
- Ich bewerte nicht mehr so viel über oder ab
- Ich lasse alle (vor allem mich) so wie sie sind ;-)
- Ich bin viiieeeel gelassener
- Ich rauche nicht mehr
Süchte im allgemeinen scheinen also auch damit zusammenzuhängen.. . Man sagt sich ja immer beim rauchen: " Eine rauch ich noch..." obwohl man schon längst etwas anderes tun wollte... Ergo tut man das, was fehlt: Man ENTschuldigt sich ;-)
Und dann widerum ist es wichtig aus welcher Ebene sehe ich das Schuldthema:
Von oben aus dem Himmel, wo es gar nichts gibt ausser Licht und LIebe oder von hier unten auf der ERde, wo wir Menschen sind und durch unser denken fühlen handeln einfach auch auf diese GRENZEN angewiesen sind (wie z.B. ein "Hups, da hab ich wohl etwas falsch gemacht) , um nicht wie in Sodom und Gomorrha (?) wild um uns herumzuschlagen und ... naja, weißt ja selbst ;-)... und für mich ist die tiefere Ebene inzwischen die, auf der es darum geht, die Emotionen, die damit verbundenen Geschichten, Zusammenhänge und auch die Folgen der Verdrängung von Emotionen zu erkennen, klar und deutlich, nicht verwischend und gutredend, sondern anerkennend, offen, ehrlich und mutig, was sich am Ende dann Authentizität nennt. Die Sicht von "oben" halte ich inzwischen für die "einfachere", sie ist "oberflächlich" und lässt keine Tiefe zu...denn da wird sehr viel gedacht, im Geiste kann nicht gefühlt werden, das ist es auch worum Engel die Menschen beneiden... heisst es

, so lande ich bei den Polaritäten, wie weiter oben schon toll beschrieben wurde...da brauch ich nix mehr hinzufügen...
Kennst Du den Film "Stadt der Engel" ? Der ist einfach nur wunderschön, bringt sehr viel rüber...
Also doch nicht so kurz, lach...
Also, man kann es sehen, wie man will... Mal gibt es sie, mal nicht... die Schuld... so wie alles, was uns umgibt. Mal sind Blätter am Baum, mal nicht, je nachdem, wann man ihn anschaut.
Jetzt hast Du noch meine 2cents zum Thema und ich wünsche Dir wieder mal alles Liebe
sanara, die sagt:
SCHULDthemen wollen etwas erreichen, sie wollen einen Strich ziehen unter unerledigte Themen, in denen wohl jemand vergessen hat, daß er aus dem Herzen leben soll hier auf Erden und dazu STEHEN, voll und ganz. Sie wollen uns in unsere Tiefe bringen, zu uns selbst, uns uns selbst akzeptieren lehren, auch wenn wir mal nicht "perfekt" im Sinne von makellos waren...
Und wenn das mal nicht gelingt, sich ENTschuldigen, um VERGEBUNG bzw. VERZEIHUNG bitten, tut er es nicht, dann entsteht sie, die Schuld... leider
Tja und ich habe jetzt hingeschaut, als die Blätter noch dran waren am Baum (da kam ein kleines Schuldgefühl, das wollte mich die weisse Fahne schwingen lassen, doch ich hab das jetzt mal versucht zu ignorieren

)

, für das nochmal durchkauen können von etwas, das schwer verdaulich war und so jetzt ein wenig leichter werden durfte, liebe AnnSophie

“Nicht Worte sollen wir lesen, sondern den Menschen, den wir hinter den Worten fühlen” (Samuel Butler)